Andreas Pankonin

Beim Mobility Lab trafen sich am 26. September in der Herner BMW-Procar-Filiale Kreativunternehmen, Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region zum Diskutieren und Netzwerken – diesmal zum Thema „Mobilität und Logistik“. Einer der Referenten war Andreas Pankonin, Mitinhaber der Duisburger Unyt GmbH & Co.KG.

Herr Pankonin, ein Wort zu Unyt: Was sind Ihre Betätigungsfelder?

Unyt ist ein inhabergeführtes Büro für Industrial Design und User Interface Design, spezialisiert auf die Gestaltung und Optimierung von Maschinen, Industrieanlagen und High-Tech-Systemen. Die Maßnahmen reichen von strategischen Industrialdesign-Konzepten, über Optimierungen in Bedien-Ergonomie und User Interface Design, bis hin zu technischen Konzeptionen, etwa zur Steigerung der Modularität oder der Einsparung von Gewicht.

Beim Mobility Lab sprachen Sie zum Thema „Zusammenarbeit von Kreativen und Unternehmen“. Warum arbeiten Unternehmen mit kreativen Dienstleistern zusammen?

Zunächst einmal: Die Kreativität ist keine Domäne der „Kreativen“. Alle unsere Kunden sind in ihren speziellen Bereichen hochkreativ. Es geht vor allem um eine Ergänzung der eigenen Kompetenzen – und eine neue Sichtweise auf eingefahrene Problemstellungen: Da wir spartenübergreifend für verschiedene Industriekunden arbeiten, kennen wir unkonventionelle Lösungen, die in anderen Märkten bereits etabliert sind. Ein anderer Vorteil von Externen liegt gerade darin, dass sie alle Probleme und Prozesse neu hinterfragen müssen, um zu beraten. Der Produktnutzen wird hier aus einer anderen Perspektive beurteilt.

Warum ist die Zusammenarbeit mit Beratern, Agenturen und kreativen Freelancern häufig so schwierig?

Es gehört Mut dazu, sich dafür einzusetzen, dass externe „Kreative“ beauftragt werden. Man verlässt hier bewährte Pfade und wird damit selbst kreativ. Zudem stellt ich die Frage: Was bekomme ich für mein Geld? Neue Leistungen und die Kosten sind stets schwer zu einzuschätzen, das Ergebnis von Innovationsprojekten nicht vorherzusagen, wie etwa der erforderliche Leistungsumfang, um eine patentwürdige Idee zu entwickeln. Und: Ist die Technik bereits fertiggestellt, kann unser Industrialdesign nur an der Oberfläche stattfinden, bei Erstaufträgen kann es dann bei geringer Erfahrung in der Integration von externen Leistungen etwas hektisch werden.

Der „Innovationsraum Ruhr“ bietet mit dem Know-how aus zahlreichen Universitäten, Instituten, traditionsreichen Industrieunternehmen, High-Tech-Startups und einer Vielzahl von spezialisierten Kreativunternehmen ein besonderes kreatives, wirtschaftliches und innovatives Kraftwerk. Wenn diese Unternehmen miteinander kooperieren.

 

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