Dirk Leutbecher

Wie kamen Sie auf die Ideen die Immobilienkonferenz Ruhr nach Herne zu holen?

Wir sitzen mit unserer Gesellschaft in der Metropole Ruhr. Da lag es nahe, eine Veranstaltung "vor Ort" zu machen. Entstanden ist die Idee eigentlich aus vielen Gesprächen mit Kunden und Unternehmen aus der Immobilienbranche. Immer ging es darum, das man mal etwas für den Standort machen müsste. Aus "müsste" haben wir dann vor fünf Jahren gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Herne einen ersten Versuch gestartet. Der ist dann so gut angenommen worden, dass wir auch im folgenden Jahr weiter gemacht haben. Im September findet bereits die fünfte Veranstaltung statt.

Wie hat sich die Veranstaltung entwickelt?

Wir haben mit etwas mehr als 100 Teilnehmern gestartet. Für die diesjährige Veranstaltung planen wir wieder mit mehr als 450 Teilnehmern. Damit sind wir das größte Format in der Metropole Ruhr. Aber wir ziehen auch Teilnehmer von außerhalb nach Herne. In diesem Jahr werden wieder eine ganze Reihe von Teilnehmern auch aus den anderen großen Immobilienregionen, wie Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin oder München nach Herne kommen. Neben der Teilnehmerzahl und der Mischung mit Teilnehmern aus vielen Regionen Deutschlands, ist es für uns aber auch wichtig, dass die Veranstaltung die gesamte Bandbreite der Immobilienwirtschaft repräsentiert. So kommen neben der inhaltlichen Information auch immer wieder interessante Gespräche zustande. Das berühmte Net-working eben.

Was sind die Trends der Immobilienbranche?

Für die Metropole Ruhr sind das sicherlich die Themen Wohnen, Handel und Verkehr. Zu diesen Themen bieten wir auch verschiedene Diskussionsforen an, in denen wir über die Lage vor Ort und im Vergleich zu anderen Standorten diskutieren werden. Im Bereich innerstädtischem Handel werden wir z.B. über die zukünftigen Anforderungen an die Geschäftsmodelle der Innenstädte unter dem immer stärker werdenden Einfluss des Internethandels sprechen.


Warum ist die Metropole Ruhr ein guter Ort für Immobilien-Investments?

Warum eigentlich nicht? Wenn wir den aktuellen Stand z.B. in Herne nehmen, gibt es mehr Nachfragen nach Investments, als entsprechende Angebote. Der Zug steht somit bildlich gesprochen nicht mehr kurz vor der Abfahrt, sondern fährt bereits. Und das liegt übrigens nicht nur an den allgemein guten Rahmenbedingungen der Wirtschaft. Investments in der Metropole Ruhr sind schon seit Jahren gute Renditeentscheidungen. Die Renditeausschläge sind hier zwar kleiner, was bedeutet, dass die Rendite über Nacht nicht explodiert, dafür sind die Investments aber auch über Nacht nicht plötzlich nur noch die Hälfte wert. Manche nennen diese Investment deshalb vielleicht langweilig, wir solide!

Wie können Investoren noch stärker auf die Region aufmerksam gemacht werden?

Rede, reden und informieren. Wir brauchen einen Diskurs, der das was wir in der Metropole Ruhr bereits erreicht haben und das was wir noch erreichen werden, nach außen transportiert. Natürlich glaubt keiner mehr, dass hier alle Leute mit schwarzen Gesichtern herumlaufen. Aber die Metropole Ruhr wird noch immer zu oft zuerst als negatives Beispiel herangezogen. Keiner nimmt wahr, dass nicht in der Metropole Ruhr die meisten Menschen von Sozialleistungen leben, sondern in Berlin. Wer krank wird (was ich keinem wünsche), sollte das besser in der Metropole Ruhr werden und nicht in München oder Hamburg. Hier haben wir die meisten und eine ganze Reihe der besten Ärzte.


Das Umfeld ändert bzw. wandelt sich gerade hier unglaublich schnell. Wandel bedeutet auch immer das Chancen bestehen. Und die werden bereits wahrgenommen. Mit der Immobilienkonferenz-Ruhr wollen wir darauf aufmerksam machen.

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