Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda

Herr Dr. Dudda, Sie setzen bei Ihrem Dienstwagen auf Elektroantrieb - Sind Sie mit der Hybrid-Technologie zufrieden?

Ja. Sehr. Als Brückentechnologie können wir das Fahrzeug zu nahezu jeder Fahrt innerhalb des Ruhrgebiets klimafreundlich einsetzen.

Welche Maßnahmen ergreift Herne, um für eine klimafreundliche Mobilität zu sorgen?

Wir streben seit Jahren aktiv eine nachhaltige Verkehrspolitik an. Der Fokus liegt dabei auf einem gut erreichbaren und beschleunigten ÖPNV, guten Fußwegen und einem sicheren und attraktiven Radverkehr. Diese Ziele werden wir auch zukünftig weiter verfolgen. Im Jahr 2016 haben wir den Masterplan klimafreundliche Mobilität aufgestellt, der dafür den strategischen Rahmen vorgibt.

Von welcher Zukunftstechnologie sind Sie persönlich überzeugt?

Die Mobilität der Zukunft wird vor allem vernetzt und viel stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen abgestellt sein. Die Digitalisierung wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Mit dem Smartphone wird es jedem möglich sein, Fortbewegungsmittel flexibel zu kombinieren und dem eigenen Bedarf anzupassen.


In Herne werden bei der Straßenreinigung bereits elektrische Kehrmobile eingesetzt.

Wie sieht ein nachhaltiges Verkehrsmodell für die Metropole Ruhr aus?

Gerade in so einer dicht besiedelten Region wie der Metropole Ruhr brauchen wir ein leistungsfähiges und umweltverträgliches Verkehrssystem mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen motorisiertem Individualverkehr, Fußgänger-, Rad- und öffentlichen Personennahverkehr. Die Herausforderung liegt darin, Mobilität für alle Menschen zu ermöglichen und gleichzeitig die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs so gering wie möglich zu halten. Dabei sind gute Umsteigebeziehungen im ÖPNV, hochwertige Radverbindungen und eine multimodale Verknüpfung dieser Verkehrsmittel besonders wichtig.

Was sind die nächsten konkreten Schritte, um die Mobilität der Zukunft erfolgreich zu gestalten?

Die Mobilitätswende lässt sich nur mit einem ganzheitlichen Ansatz erreichen. Deshalb setzen wir weiter auf eine Kombination von Maßnahmen zur Stärkung des Umweltverbunds aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr und neuen Ansätzen, wie z.B. Carsharing und die Förderung der Elektromobilität. Im Wirtschaftsverkehr arbeiten wir daran, den Lieferverkehr und die Warenlogistik auf der „Letzten Meile“ stadtverträglicher abzuwickeln und in diesem Sinne die Nutzfahrzeuge auf rein elektrische Antriebe umzustellen.