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MWC BARCELONA

Wie sieht die digitale Zukunft aus? Antworten auf die Frage findet die globale Community der Digitalisten einmal im Jahr in Barcelona – auf dem Mobile World Congress (MWC). Die Metropole Ruhr präsentierte innovative Lösungen für die digitale Stadt von morgen.

Über 100.000 Besucher, über 2300 Aussteller: der MWC ist die größte Smartphone- und Mobilfunkmesse der Welt: das Ruhrgebiet mittendrin.

„Wie kann man Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Infrastruktur bestmöglich gestalten? Darauf haben die Business Metropole Ruhr sowie unsere Modellstädte Gelsenkirchen und Dortmund in Barcelona international viel beachtete Antworten gegeben,“ sagt Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).

Auf der von der BMR organsierten Reise nutzte Gelsenkirchen die große Bühne. Schließlich ist die 260.000-Einwohner-Stadt eine von vier deutschen Städten bei der European Cities Challenge der Europäischen Union. Zudem ist Gelsenkirchen die „Digitale Modellstadt“ des Landes NRW.

Freies WLAN, Open Data und digitales Glasfasernetz sind dabei nicht Selbstzweck. „Wir arbeiten seit vielen Jahren daran, die gesellschaftliche Vernetzung im sozialen, im kulturellen oder im sportlichen Bereich zu verankern. Die Digitalisierung muss diese enge, menschliche Vernetzung in unserer Stadt unterstützen“, sagte Oberbürgermeister Frank Baranowski.

Gelsenkirchen vereinbarte in Barcelona mit Huawei Technologies Deutschland GmbH eine weitere enge Zusammenarbeit. Die Partner kooperieren bereits seit 2016. Jetzt soll die "vernetzte Stadt" weiter ausgebaut werden. Im Zentrum der Zusammenarbeit wird ein „Open Innovation Lab“ stehen – ein digitales Versuchslabor unter freiem Himmel. Baranowski präsentierte das ambitionierte Projekt auch auf der Start-up-Konferenz „4YFN“, auf der gleich einige Start-ups aus der Metropole Ruhr Kontakte knüpfen konnten.

Weniger Stau durch digitale Ampeln: der MWC brachte auch dem Thema digitale Verkehrssteuerung ordentlich Schub: Bei Gesprächen mit Baranowski und Rasmus C. Beck bot die Deutsche Telekom dem Ruhrgebiet Hilfe beim Aufbau eines städteübergreifenden Verkehrsleitsystems an.

Es gab aber auch weitere ganz konkrete Ergebnisse: Dortmund ist neben Bonn die bundesweit erste Stadt, die der Entwicklergemeinschaft der Smart Cities App beigetreten sind. Die von der Telekom geplante standortbasierte Anwendung bündelt digitale Services wie Ummeldung, Führerscheinanträge oder Car- und Bikesharing. Außerdem gibt es Hinweise zum Freizeitangebot und Einkaufsmöglichkeiten. Dortmund wird die App mitgestalten.