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Daten & Fakten

Leitmarkt Industrieller Kern & unternehmerische Dienste

Mit einem Beschäftigungsanteil von 18,9 % an der Gesamtwirtschaft der Metropole Ruhr weisen der Industrielle Kern und die Unternehmerischen Dienste nach wie vor eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für die Region auf. Im Jahr 2017 waren rund 323.200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in diesem Kernsegment des Ruhrgebiets tätig.

 

Regional weisen der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte Duisburg und Hagen, eine deutliche Spezialisierung gegenüber den anderen Ruhr-Regionen und dem Bundesvergleichswert auf. Zwischen den Jahren 2016 und 2017 konnte der Industrielle Kern ein Beschäftigungszuwachs von +1,2 % verbuchen. Der Beschäftigungsaufbau erfolgte vollständig getrieben durch den Teilmarkt der Unternehmensnahen Dienstleistungen (+3,2 %).

 

Mit Blick auf den Unternehmensbesatz belegt der Industrielle Kern mit 21.190 Unternehmen Platz drei nach den Leitmärkten Urbanes Bauen & Wohnen sowie Freizeit & Events. Die hohe Zahl der Unternehmen veranschaulicht die stark durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geprägte Wirtschaftsstruktur des Industriellen Kerns. Etwa 84 % der Unternehmen sind dabei dem Segment der Unternehmensnahen Dienstleistungen zuzuordnen. Die Entwicklung der Umsätze des Industriellen Kerns verlief im Jahr 2017 leicht negativ (-0,6 %). Die Unternehmensnahen Dienstleistungen konnten jedoch starke Umsatzzuwächse (+9,2 %) verzeichnen und damit Entwicklungen in anderen Teilbereichen weitestgehend kompensieren.

 

Das deutliche Umsatz- und Beschäftigungswachstum der Unternehmensnahen Dienstleistungen veranschaulicht den fortschreitenden Wandel des industriellen Kerns vom klassischen Maschinen-, Anlagen und Werkzeugbau hin zu einer stärkeren Serviceorientierung.

 

Im Zuge der Digitalisierung und Vernetzung erfolgt eine zunehmende sektorale Verschmelzung der Industrie mit anderen Wirtschaftsbereichen, wie Energie, IT oder auch Mobilität sowie die damit einhergehende Diversifizierung der Branche. Im Zuge dessen nimmt die Bedeutung von ergänzenden Dienstleistungen und erweiternden Geschäftsmodellen stark zu.

Im Detail

Leitmarkt Industrieller Kern & unternehmerische Dienste

323.220

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

21.190

Unternehmen

65,77 Mrd. €

Umsatz

Die Entwicklung der Leitmärkte

Die Wirtschaftsentwicklung in der Metropole Ruhr verlief im vergangenen Jahr erneut unter positiven Vorzeichen. Mit einer Wachstumsrate von +1,9 % stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2016 und 2017 auf 1.708.700 Personen an. Die gute Dynamik konnte damit gegenüber dem Vorjahr (+1,4 % in 2016) noch einmal gesteigert werden.

 

 

Die stärkere Wachstumsdynamik im Jahr 2017 wird insbesondere in einem Beschäftigungsaufbau in den acht Leitmärkten der Metropole Ruhr sowie dem Industriellen Kern und den Unternehmerischen Diensten deutlich. Gegenüber dem Vorjahr wurden in diesen zentralen Wirtschaftsbereichen der Region rund 31.360 Beschäftigungsverhältnisse aufgebaut (+2,2 %). Als bedeutender Wachstumsreiber fungiert erneut der Leitmarkt Gesundheit, der rund ein Drittel des Beschäftigungsaufbaus begründet. Daneben tragen insbesondere die Leitmärkte Urbanes Bauen & Wohnen (+5.750; +3,1 %) und Mobilität zum Beschäftigungswachstum bei. Gemeinsam mit dem Leitmarkt Ressourceneffizienz liegt das Wachstum dieser drei Leitmärkte jeweils erkennbar über dem Bundestrend.

Die nachhaltig positive Entwicklung in nahezu allen Leitmärkten der Metropole Ruhr spiegelt die Stärken und die Diversität der Region wider. Etablierte Wirtschaftsbereiche, wie die traditionell starke Industrie oder der Leitmarkt Ressourceneffizienz wachsen weiterhin leicht, während neue Wirtschaftssektoren, wie etwa die Leitmärkte Gesundheit, Urbanes Bauen und Wohnen oder Mobilität zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Kontakt

Gregor Boldt
Bereichsleiter Strategische Kommunikation

Tel.: +49 201 632488-24
Fax: +49 201 632488-99

boldt@business.metropoleruhr.de

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