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Förderprogramm


Das Gründerstipendium NRW eröffnet jungen Gründern die Chance, ihre innovative Geschäftsidee auf den Weg zu bringen und in die Gründerszene einzusteigen. Das Wirtschaftsministerium NRW unterstützt jeden Gründer, der vor oder am Anfang der Existenzgründung steht mit einem monatlichen Stipendium in Höhe von 1.000 Euro für maximal ein Jahr. Alle Stipendien, die zwischen dem 01. März 2020 und dem 30. Juni 2020 auslaufen, können nun unbürokratisch um drei Monate verlängert werden. Dafür wird der Projektträger Jülich alle Stipendiatinnen und Stipendiaten kontaktieren.

Link: www.gruenderstipendium.nrw/aktuelles

Der Förderwettbewerb Startup-Transfer.NRW unterstützt Gründungswillige aus NRW-Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen dabei, Forschungsergebnisse mit großem Marktpotenzial und ein überzeugendes Geschäftskonzept weiterzuentwickeln und in die Gründung eines eigenen Unternehmens umzusetzen. Durch das Programm werden Vorhaben gefördert, die auf technologischen, betriebswirtschaftlichen oder sozialen Innovationen beruhen.

Der Förderzeitraum für Projekte, die zwischen dem 01. März 2020 und dem 30. Juni 2020 auslaufen, wird nun um drei Monate verlängert. Für die Antragsrunde zum 30. April 2020 können die Unterlagen auch nachgereicht werden, damit trotz Schließung vieler Hochschulen und Universitäten der Projektstart nicht verzögert wird.

Link: www.ptj.de/projektfoerderung/wettbewerbe-nrw/start-up-transfer

Umfang: Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.

Für wen? Begünstigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial und einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, die mit weniger als 100 Mitarbeitern einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20,0 Mio. € erwirtschaften.

Wer zahlt?

  • Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
  • Projektträger: EURONORM GmbH
  • E- Mail: go-digital@euronorm.de
  • Telefon: 030 97003-333

Kurzbeschreibung: Das go-digital-Programm wurde aufgrund der Corona-Krise um einen wichtigen Baustein erweitert: Unternehmen können ab sofort auch die Errichtung von Home Office-Arbeitsplätzen fördern lassen.

In Modul 3 „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ können ab sofort IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, beantragt und bewilligt werden. Hierzu zählen vor allem der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig.

Interessierte Unternehmen wenden sich an ein Beratungsunternehmen, das zur Durchführung des Programms autorisiert ist. Die Anschriften der autorisierten Beratungsunternehmen können im Internet abgerufen werden.

Förderdauer: bis zu 6 Monate / Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist im Zusammenhang mit Home Office/Telearbeitsplätzen möglich

Link: https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html

Beteiligungshöhe: maximal 50.000 Euro; bis zu 150.000 Euro für Antragsteller aus den besonderen Zielgruppen des Fonds (max. 75.000 Euro pro Vorhaben)

Laufzeit: 10 Jahre, Rückzahlung: nach dem 7. Jahr in 3 gleich hohen Jahresraten
Konditionen: Festentgelt 8 % p.a. zzgl. Gewinnbeteiligung max. 1,5 % der Einlage (6,5 % p.a. Festentgelt bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen); variable Gewinnbeteiligung 1,5 % p. a. der Beteiligung; einmaliges Bearbeitungsentgelt von 3,5 %

Für wen? Kleine Unternehmen sowie Existenzgründer. Spezielle Zielgruppen sind Unternehmen, die ausbilden, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden Gewerblich orientierte Sozialunternehmen und umweltorientierte Unternehmen Freiberufler, die nicht dem Standesrecht unterliegen

Wer zahlt? In NRW erfolgt die Beantragung über Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW (KBG NRW)

Kurzbeschreibung: Mezzaninkapital ist eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Das Unternehmen erhält wirtschaftliches Eigenkapital. Der Kapitalgeber bekommt weder Stimmrechte, noch mischt er sich ins Tagesgeschäft ein. Die Mikromezzaninfinanzierung erfolgt als typisch stille Beteiligung und trägt zur Verstärkung der wirtschaftlichen Eigenkapitalbasis bei.

Link: https://www.kbg-nrw.de/de/produkte/mikromezzaninfonds

Die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurde um das Stichwort „Corona-Hilfe“ ergänzt. Hier sind alle Förder- und Finanzierungsangebote zum Thema aufgelistet.

Gründerteams, die aktuell EXIST-Gründerstipendium oder EXIST-Forschungstransfer (Phase I) erhalten und sich am Ende ihrer Förderung befinden, soll in durch die Corona-Pandemie verursachten Notlagen unbürokratisch geholfen werden. Demnach kann mit einem formlosen Antrag der Hochschule die Laufzeit ausgabenneutral um drei Monate verlängert werden. In Einzelfällen können auch die Stipendien um drei Monate verlängert und damit das Projekt insgesamt aufgestockt werden.

Aktuell kommen für einen solchen Antrag alle Projekte in Frage, die zum 31.3. und 30.4.2020 enden würden. Der Antrag ist digital zu stellen über das zentrale Postfach info@exist.de einzureichen.

Gegründete Start-ups, die mit der Phase II von EXIST-Forschungstransfer gefördert werden und in einer existenziellen Notlage sind, werden gebeten sich beim Projektträger Jülich zu melden, um hier individuelle Schritte zu besprechen.

Link: https://www.exist.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Unterstuetzung-EXIST-Start-ups.html

Das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (BAFA) unterstützt mit dem Beratungsprogramm „Unternehmerisches Know-how“ Unternehmen in Schwierigkeiten. Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Ab sofort können Anträge für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim BAFA gestellt stellen. Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). Zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar eines qualifizierten Beraters auch die Reisekosten sowie dessen Auslagen.

Das Förderprogramm Mittelstand.innovativ! mit den Förderbausteinen „Innovations- und Digitalisierungsgutschein“ sowie „Innovations- und Digitalisierungsassistent(in)“ wurde thematisch und formal neu ausgerichtet.

Ergebnis dieser Neuausrichtung ist das Programm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) des NRW-Wirtschaftsministeriums, das am 2.6.2020 an den Start gegangen ist. Insgesamt stehen dafür 11,8 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung.

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (gemäß Definition der EU-Kommission) mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Mittelstand Innovativ & Digital gliedert sich dabei in zwei Teilprogramme mit unterschiedlichen
Ausrichtungen
:

1. Die drei Varianten der Gutscheinförderung MID-Digitalisierung, MID-Analyse und MID-Innovation ermöglichen es Unternehmen, projektbezogen externe Unterstützung für speziell auf den Betrieb zugeschnittene Beratungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsdienstleistungen hinzuzuziehen. Hier gelten temporär und krisenbedingt (bis zum 31.12.2020) erhöhte Förderquoten: 80 Prozent für Kleinst- und kleine Unternehmen, 60 Prozent für mittlere Unternehmen.

  • MID-Analyse: fördert externe wissenschaftliche und technologische Beratung bei der Entwicklung eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Produktionsverfahrens. Auftragnehmer sind hierbei ausschließlich Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die maximale Fördersumme wurde von bislang 10.000 Euro auf 15.000 Euro erhöht.
  • MID-Innovation: fördert externe, umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für innovative Produkte, Dienstleistungen oder Produktionsverfahren mit bis zu 40.000 Euro, die ausschließlich durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen erbracht werden können. Die maximale Fördersumme wird von bislang 15.000 Euro auf 40.000 Euro angehoben.
  • MID-Digitalisierung: fördert eine begleitende Beratung zur Umsetzung von digitalen Produkten, Dienstleistungen und Produktionsverfahren. Künftig wird hier eine stärkere Fokussierung auf die Zukunftsthemen der Digitalisierung stattfinden, die nicht durch das Bundesprogramm go-digital abgedeckt sind, IT-Berater sind hier weiter zugelassen.


2. Mit dem zweiten Baustein, dem MID-Assistenten, können Unternehmen einen Hochschulabsolventen einstellen und so den Wissenstransfer der Hochschulen in den Betrieb erleichtern.

  • MID-Assistent: ermöglicht kleinen Unternehmen durch einen Zuschuss über zwei Jahre, einen Hochschulabsolventen/ eine Hochschulabsolventin zur Bearbeitung von Innovations- und Digitalisierungsvorhaben einzustellen. Ab sofort ist es möglich, die alle zwei Monate ausgezahlte Fördersumme vorab zu erhalten (vorher: rückwirkend).

Link: www.mittelstand-innovativ-digital.nrw

Seit dem 29. Mai 2020 sind wieder Anträge im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) möglich. ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit ihnen zusammenarbeiten, erhalten Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die zu neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder besseren Produktionsverfahren führen. Die Förderquote beträgt je nach Größe des Unternehmen 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

  • Durchführbarkeitsstudien: Gefördert werden Durchführbarkeitsstudien zur Vorbereitung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Form eines geplanten ZIM-FuE-Projekts. Zielstellung ist dabei die Realisierbarkeit und Erfolgsaussichten innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen zu ermitteln. Die Zuwendung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den tatsächlich anfallenden zuwendungsfähigen Kosten (max. 200.000 Euro).
  • FuE-Einzelprojekte: Gefördert werden einzelbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen ohne Einschränkung auf bestimmte Technologien und Branchen. In Einzelprojekten sind 550.000 Euro förderfähig.
  • FuE-Kooperationsprojekte: Gefördert werden FuE-Kooperationsprojekte von Unternehmen oder von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen ohne Einschränkung auf bestimmte Technologien und Branchen. In Kooperationsprojekten sind 450.000 Euro je Unternehmen und 220.000 Euro je Forschungseinrichtung förderfähig.

Nähere Informationen unter: www.zim.de/ZIM/Navigation/DE/Home/home.html

Sonstiges


Für wen? Die Initiative Wir im Revier möchte vor allem denjenigen helfen, die in dem für die Kultur des Ruhrgebiets so wichtigen Geflecht aus Kleingewerbe, Gastronomie und Kultur arbeiten und jetzt ohne Existenzgrundlage dastehen. Das Kriterium für die Unterstützung ist dabei eine durch Covid19 entstandene individuelle Not, die durch die staatlichen Förderprogramme nicht behoben wird.

Für Menschen in Not stellt die Initiative Wir im Revier eine Soforthilfe bereit – „unbürokratisch, schnell, solidarisch“ können bis zu 1.000 Euro ausgezahlt werden.

Wie funktioniert es? Die Menschen der Metropole Ruhr wurden von den Zeitungen der Region aufgerufen: Schaut genau hin und sagt uns, wer in Eurer Umgebung/Nachbarschaft durch Corona in Not geraten ist und dringend Hilfe braucht! Sie schlagen über die Internetseite wir-im-revier.de Betroffene vor und erzählen in wenigen Sätzen deren Geschichte. Die Auswahl erfolgt auf Basis der sozialgesetzlichen Vorschriften durch die Caritas und die Diakonie. Die mit der Auswahl betrauten Sozialverbände bedienen sich zudem der fachlichen Begleitung zur Vorauswahl durch Expertinnen und Experten der beteiligten Institutionen. Entscheidung über Bedürftigkeit bzw. Zuwendung erfolgt alleinig über Caritas und Diakonie.

Durch dieses Vorgehen ist gewährleistet, dass Menschen erreicht werden, die von staatlichen oder gemeinnützigen Institutionen nicht erfasst werden oder sich aus Scham oder fehlendem Wissen nicht selbst melden.

Wer steht hinter der Initiative? Wir im Revier wurde gemeinsam von der Funke Mediengruppe und der Business Metropole Ruhr GmbH initiiert. Starke Partner konnten für das Projekt gewonnen werden: Caritas und Diakonie, die RAG-Stiftung, die Brost-Stiftung, die Stiftung Mercator GmbH und den Regionalverband Ruhr.

wir-im-revier.de

Das Land NRW und die Kommunen verzichteten wie bereits im April auch im Monat Mai erneut landesweit auf die Erhebung der entsprechenden Elternbeiträge. Damit müssten die Eltern, unabhängig von der Wahrnehmung eines Betreuungsangebots, auch für den Mai keine Elternbeiträge aufbringen.

NRW-Familienminister Joachim Stamp sagte: „Wir haben die Notbetreuung ausgeweitet. Dennoch steht das Angebot der Kindertagesbetreuung und Offenen Ganztagsschule dem Großteil der Familien nicht zur Verfügung. Darum wollen wir die Familien noch einen weiteren Monat von den Beiträgen entlasten.“

Link: www.mkffi.nrw/pressemitteilung/land-und-kommunen-entlasten-eltern-beitraege-fuer-kindertagesbetreuung-und-offene

Um Familien mit kleinen Einkommen zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium deshalb einen Notfall-KiZ gestartet. Für den Notfall-KiZ wird der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Familien, die ab dem 1. April einen Antrag auf den KiZ stellen, müssen nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachweisen, sondern nur das des letzten Monats vor der Antragstellung. Es kann sich also lohnen, nach dem 1. April einen Antrag auf Notfall-KiZ zu stellen, wenn es bereits im März zu nicht unerheblichen Verdienstausfällen gekommen ist. Die Regelung befristet bis zum 30. September 2020.

Link: www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/kinderzuschlag/kinderzuschlag-und-leistungen-fuer-bildung-und-teilhabe