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Liquiditätshilfen


Umfang:

  • Förderart: Ratendarlehen und endfällige Darlehen

  • Finanzierungsanteil: bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben

  • Für Unternehmen die wegen der Corona-Krise in Liquiditätsprobleme geraten sind, ist bei Betriebsmittelfinanzierungen bis zu 5 Jahren das Haftungsfreistellungsangebot von 50% Risikoübernahme um eine 80%ige Risikoübernahme erweitert worden. 

  • Der Mindestkreditbetrag von 125T€ für die Beantragung einer Haftungsfreistellung entfällt. 

  • Im Hinblick auf eine unbürokratische und schnelle Bearbeitung akzeptiert die NRW.BANK für Haftungsfreistellungen bis zu einem Betrag von 250T€ die bei den Hausbanken vorliegenden Unterlagen für unsere Risikoeinschätzung. Plan-, Liquiditätsrechnungen sowie eine Bilanzauswertung für 2019 sind nicht erforderlich.

  • Bürgschaften der Bürgschaftsbank NRW bis 2,5 Millionen Euro. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Tel.: 02131/5107 200
    https://www.bb-nrw.de/de/index.html

    Bürgschaften ab 2,5 Millionen Euro über die PWC für eine Landesbürgschaft
    https://www.pwc.de/de/branchen-und-markte/oeffentlicher-sektor/landesbuergschaften-nordrhein-westfalen.html

     

Für wen?

  • Gewerbliche Unternehmen; Freie Berufe; Existenzgründer/-innen

  • Nur Unternehmen, die in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich am Markt tätig waren, können gefördert werden.

  • Eine Inanspruchnahme einer 80%igen Haftungsfreistellung ist nur möglich, wenn das Unternehmen aufgrund der Corona-Krise und nicht aufgrund krisenunabhängiger Entwicklungen unter Liquiditätsproblemen leidet. Die Hausbank legt den erforderlichen Liquiditätsbedarf dar und bestätigt, dass der Kapitaldienst aus heutiger Sicht mittelfristig wieder erbracht werden kann. Eine Förderung von Unternehmen in Schwierigkeiten gem. EU-Definition ist nicht möglich. Um diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen, sind die für die Haftungsfreistellungen zu machenden Angaben, z.B. PD, grundsätzlich auf die Situation vor dem Stichtag 28.02.2020 abzustellen.

Wer zahlt?

  • NRW.BANK
    Service Center: 0211/91741-4800 

  • Hausbankenverfahren: Der Antrag und gegebenenfalls die Bürgschaft der BÜRGSCHAFTSBANK NRW ist bei einem Kreditinstitut nach Wahl des Antragstellers (Hausbank) zu stellen.

Kurzbeschreibung:Zinsgünstige Darlehen mit flexiblen Laufzeiten für Vorhaben im In- und Ausland – optional mit einer Haftungsfreistellung der NRW.BANK oder einer Bürgschaft der BÜRGSCHAFTSBANK NRW für das durchleitende Kreditinstitut.

Status/Dauer: Bei Haftungsfreistellungsbeträgen bis 250.000 Euro: Kreditzusage in der Regel innerhalb von 72 Stunden. Zur Überbrückung des Liquiditätsbedarfs werden folgende ergänzende Laufzeitvarianten eingeführt:

  • endfällige Darlehen mit 2 und 4 Jahren Laufzeit
  • Ratendarlehen mit 3, 4 und 5 Jahren Laufzeit mit der optionalen Möglichkeit von 1 oder 2 tilgungsfreien Jahren
  • weitere Laufzeiten: Ratendarlehen bis zu 20 Jahre, endfällige Darlehen max. 12 Jahre

Link: https://www.nrwbank.de/de/foerderlotse-produkte/NRWBANKUniversalkredit/15260/nrwbankproduktdetail.html

FAQ Katalog: https://www.nrwbank.de/export/sites/nrwbank/de/corporate/downloads/presse/NRW.BANK-FAQ-corona.pdf

Umfang: Förderart: Darlehen │Wenn Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen, übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank.

  • Für große Unternehmen (ab 250 Mitarbeitern) bis zu 80 % Risikoübernahme
  • Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme

Sie können je Unternehmensgruppe  bis zu 1 Mrd. € beantragen. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. zwölf Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 % der Gesamtverschuldung Ihres Unternehmens bei Krediten über 25 Mio. Euro.
  • Laufzeit: max. 5 Jahre

Für wen?

  • Mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer und Freiberufler.
  • KfW-Unternehmerkredit: Für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind
  • ERP-Gründerkredit – Universell:
    ► Für junge Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind
    ► Wenn Unternehmen weniger als drei Jahre am Markt aktiv sind, können kleinere und mittlere Unternehmen und große Unternehmen ebenfalls einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen.

Wer zahlt? KfW Bankengruppe │ Hotline: 0800 539-900
Anträge können vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei jeder Bank oder Sparkasse gestellt werden.

Kurzbeschreibung: Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln mittelständischer Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer und und Freiberufler.

Status/Dauer: Ab sofort verfügbar!

Link: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Merkblatt KfW-Unternehmerkredit: Merkblatt als pdf-Download
Merkblatt KfW-Gründerkredit - Universell: Merkblatt als pdf-Download

Die KfW beteiligt sich an Konsortial­finanzierungen für Investitionen und Betriebs­mittel von mittel­ständischen und großen Unter­nehmen. Hierbei über­nimmt die KfW bis zu 80% des Risikos, jedoch maximal 50 % der Gesamt­verschuldung. Das erhöht Ihre Chance, eine individuell strukturierte und pass­genaue Konsortial­finanzierung zu erhalten. Laufzeit: max. 6 Jahre
Voraussetzung: keine ungeregelten Zahlungsrückstände von mehr als 30 Tagen zum Stichtag 31.12.2019.

Der KfW-Risikoanteil beträgt mindestens 25 Mio. Euro und ist begrenzt auf

  • 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 12 Monate.

Optional können alle am Konsortium teilnehmenden Banken von der KfW refinanziert werden.

Link: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/Direktbeteiligung-f%C3%BCr-Konsortialfinanzierung-(855)/

Umfang: Variiert. Vorauszahlung auf künftigen Ausschüttungen möglich.
Für wen? GEMA-Mitglieder, in erster Linie Texter und Komponisten oder Performer. 

Wer zahlt: Die GEMA schüttet vorab aus. Das Geld wird mit künftigen Ausschüttungen verrechnet. 

Kurzbeschreibung: Mit dem „Schutzschirm LIVE“ stellt die GEMA eine pauschale Nothilfe zur Verfügung, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabe-Sparten beantragen können. Diese finanzielle Unterstützung richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter der GEMA, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund von flächendeckenden Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Status: Anträge können ab dem 30.3.2020 gestellt werden. Um eine kurzfristige, effiziente Unterstützung gewährleisten zu können, ist die Antragstellung ausschließlich über das GEMA Onlineportal für Mitglieder möglich.

Link: www.gema.de/musikurheber/nothilfe-programm-fuer-gema-mitglieder/

Förderung / Soforthilfen


Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen durch einen Zuschuss unterstützt werden. Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn

  • sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt.
  • oder der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde
  • oder die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass)
  • Die Soforthilfe gilt für Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 Schwierigkeiten hatten oder in Schwierigkeiten geraten sind.


Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019. Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte: Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5;
Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75; Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1;
Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3; Der/Die Unternehmer/in selbst ist mitzuzählen.

Für wen? Anträge können von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden, die im Haupterwerb

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen/Freiberufler/Selbstständige tätig sind,
  • ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen vor dem 31. Dezember 2019 am Markt angeboten haben (Neu – bislang mussten Unternehmen bereits vor dem 1. Dezember 2019 am Markt gewesen sein.)
  • Studenten und Rentner können einen Antrag stellen, sofern sie nach §2 UStG eine gewerbliche bzw. berufliche Tätigkeit ausüben. ALG II-Empfänger sind ebenfalls inzwischen auch als Solo-Selbstständige antragsberechtigt..

Wer zahlt? Das Antragsverfahren funktioniert vollständig digital. Antragsteller können ihren Antrag online ausfüllen und absenden. Sie erhalten im Anschluss eine automatisierte Eingangsbestätigung. Alle Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.  Der Link zum Antragsverfahren ist seit Freitag, 27.3.2020 auf der Webseite www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020 und den Webseiten der fünf Bezirksregierungen (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) zur Verfügung gestellt worden. Wichtiger Hinweis: Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch oder per Mail an das Wirtschaftsministerium oder die Bezirksregierungen. Diese werden nicht bearbeitet. Ausgedruckte Anträge können nicht verarbeitet werden. Welche Informationen für die Antragstellung benötigt werden, entnehmen Sie bitte der Webseite.

Die Überweisung des Geldes startet zum Ende der ersten April-Woche, teilte das Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag mit.  

Kurzbeschreibung: Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern.

Status: Anträge können seit Freitagnachmittag, 27.3.2020, gestellt werden und sind bis spätestens 30.04.2020 digital einzureichen. Auszahlungen können nur bis zum 30.06.2020 erfolgen.

Link: https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020  

  • Umfang: 2.000 € Soforthilfe, insgesamt stehen 5 Mio. € zur Verfügung
  • Für wen? Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler
  • Wer zahlt? die jeweils zuständige Bezirksregierung
  • Kurzbeschreibung: Freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten können eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden. Die Mittel müssen später nicht zurückgezahlt werden.
  • Status: ab sofort bei der jeweiligen Bezirksregierung
  • Link: https://mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus

Umfang: Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro bei einer Zuschusshöhe von maximal 95 Prozent. Gefördert werden Personal-, Honorar- und Sachkosten (auch Lebensmittel) sowie Investitionskosten bis max. 10 Prozent der Gesamtkosten.

Für wen? Freie, gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland. Das sind zum Beispiel:
Vereine, ŸStiftungen, ŸGesellschaften mit beschränkter Haftung (gGmbH), ŸUnternehmergesellschaften, ŸKirchen, ŸGenossenschaften.

Wer zahlt? Anträge können ab sofort online auf der Webseite der Aktion Mensch gestellt werden. Dazu klicken Sie hier.

Kurzbeschreibung: Mit der Corona-Soforthilfe in Höhe von 20 Millionen Euro unterstützt die Aktion Mensch Organisationen und Vereine, die sich um die akuten Problemfelder „Assistenz und Begleitung“ sowie „Lebensmittelversorgung” kümmern. Es werden Projekte gefördert, die folgende Zielgruppen betreffen:

  • Menschen mit Behinderung
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 27 Jahre)
  • Menschen in sozialen Schwierigkeiten, dies umfasst insbesondere Menschen mit fehlender Wohnung, in Gewalt geprägten Lebensumständen oder bei Entlassung aus einer geschlossenen Einrichtung.

Status: Ab sofort beantragbar. Kurzfristige Entscheidung über die Bewilligung

Link: https://www.aktion-mensch.de/foerderung/foerderprogramme/corona-soforthilfe.html 

Umfang: Übergangshilfen von bis zu 5.000 Euro

Für wen? GEMA-Mitglieder die trotz “Schutzschirm LIVE” (siehe Liquiditätshilfen) in Not geraten. „Corona-Hilfsfonds“ sollen Komponisten, Textdichter und Musikverleger unterstützt werden, die von der Corona-Pandemie außergewöhnlich stark betroffen sind.

Wer zahlt? Je nach seiner persönlichen Betroffenheit durch die Corona-Pandemie kann das Mitglied aus dem Corona-Hilfsfonds Übergangshilfen der GEMA von bis zu 5.000 Euro beantragen.

Status: Damit die Anträge effizient bearbeitet werden können, bitten wir, für die Antragstellung ausschließlich das von der GEMA zur Verfügung gestellte Antragsformular zu verwenden. Anderweitig eingehende Anträge können leider nicht berücksichtigt werden. Die GEMA wird die Anträge nach Eingang sukzessive bearbeiten.

Link: https://www.gema.de/musikurheber/nothilfe-programm-fuer-gema-mitglieder/

Schutzfonds


Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF)

Umfang: Der WSF hat drei Instrumente zur Hand, um Konzernen zu helfen oder sie zu retten.
Garantierahmen:

  • Dem Fonds stehen 400 Milliarden Euro zur Verfügung, um Kredite der Unternehmen abzusichern. Der WSF spricht also eine Staatsgarantie für die Schulden aus. Damit will der Fonds verhindern, dass Unternehmen vom Kapitalmarkt abgeschnitten werden und deshalb insolvent gehen.
  • Der Fonds sichert Kredite ab, die Firmen bis Ende 2021 aufnehmen.
  • Die Laufzeit der abzusichernden Verbindlichkeiten darf 60 Monate nicht übersteigen.

Direkte Beteiligungen an Unternehmen (Teilverstaatlichungen):

  • Kreditermächtigung des Bundesfinanzministeriums (BMF) für den WSF in Höhe von 100 Milliarden Euro für direkte Rekapitalisierungsmaßnahmen, um die Solvenz von Unternehmen sicherzustellen. Die Rekapitalisierungsmaßnahmen umfassen insbesondere den Erwerb von Anteilen oder stillen Beteiligungen, die Übernahme sonstiger Bestandteile des Eigenkapitals dieser Unternehmen sowie die Zeichnung von Genussrechten und Schuldverschreibungen mit einem qualifizierten Nachrang.
  • Allerspätestens nach zehn Jahren soll der Bundesfonds Firmenanteile wieder verkaufen.

Refinanzierung:

  • Der WSF kann der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Darlehen zur Refinanzierung der ihr von der Bundesregierung als Reaktion auf die Corona-Krise zugewiesenen Sonderprogramme gewähren. Hierfür kann das BMF Kredite bis zur Höhe von 100 Milliarden Euro für den WSF aufnehmen.
  • Es ist Firmen untersagt, Boni oder sonstige Sondervergütungen auszuzahlen, solange sie unter dem Rettungsschirm sind.


Für wen? Der WSF richtet sich an Betriebe, die zwei der folgenden drei Kriterien
erfüllen:

  • mehr als 249 Beschäftigte,
  • Umsatzerlöse in Höhe von mindestens 50 Millionen Euro und eine
  • Bilanzsumme von mindestens 43 Millionen Euro.

Daneben können Start-ups unter den Schirm schlüpfen, so sie systemrelevant sind und mindestens einen Firmenwert von 50 Millionen Euro vorweisen können.

Weitere Bedingungen: Unternehmen dürfen nicht schon vor dem Ausbruch des Coronavirus in der Krise gesteckt haben, und es muss eine klare, eigenständige Fortführungsperspektive nach der Corona-Pandemie bestehen.

Kurzbeschreibung: Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds – kurz WSF – ist der Rettungsschirm des Bundes. Mit einem Volumen von 600 Milliarden Euro soll er verhindern, dass große Unternehmen wegen der Coronakrise pleite gehen oder Investoren die Krise nutzen, um deutsche Konzerne günstig zu übernehmen.

Link: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/Corona-Virus/unterstuetzungsmassnahmen-faq-08.html

Eigenkapitalstärkung von Gründern


Umfang und Förderart: Wandeldarlehen in Höhe von 15.000 € bis 200.000 €, wobei der maximale Förderbetrag durch eine ggfs. bereits bestehende, de-minimis-relevante Förderung des Unternehmens begrenzt wird.

Für wen? Innovative, wachstumsorientierte Unternehmen (Kapitalgesellschaften) in Seed- oder Start-up-Phase (nicht älter als 36 Monate)

Wer zahlt? NRW.BANK

Kurzbeschreibung: Die NRW.BANK legt das Programm „NRW.Start-up akut“ neu auf. Mit dem Wandeldarlehen erhalten Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind, bis zu 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren. Das Darlehen ist endfällig oder kann zum Ende der Laufzeit bzw. mit Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital gewandelt werden. Vorteil: In der akuten Krise wird das Unternehmen nicht durch Zins- und Tilgungszahlungen belastet.

Laufzeit: 6 Jahre, endfällig, jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung rückzahlbar

Link: www.nrwbank.de/start-up-akut

Umfang: Finanziert werden Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Unternehmensgründung stehen oder Unternehmen, die einen Finanzierungsbedarf für Investitionen und/oder Betriebsmittel haben. Der Business Angel sowie die NRW.BANK übernehmen grundsätzlich die Finanzierung zu gleichen Teilen.

Die NRW.BANK stellt Eigenkapital in Form einer Beteiligung grundsätzlich analog zum Business Angel in gleicher Höhe wie dieser und pari passu zu dessen Konditionen zur Verfügung. Der von der NRW.BANK übernommene Finanzierungsanteil muss sich auf mindestens 15.000 € belaufen. Der maximale Betrag beläuft sich in der ersten Finanzierungsrunde auf 200.000 € (vorher: 100.000 €).

Für wen? KMU (Kapitalgesellschaften), die sich in Gründung oder in Gründungsphase befinden (bisher nicht älter als 18 Monate bzw. 36 Monate) Neu: grundsätzlich bis zu 36 Monate nach Gründung

Wer zahlt? Der Antrag ist auf dem dafür vorgesehenen Vordruck zuzüglich der Anlagen frühzeitig über seedcap@nrwbank.de bei der NRW.BANK, Bereich Eigenkapitalfinanzierungen, Abteilung 101-68100, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf zu stellen. Die Mittel werden von der NRW.BANK direkt a den Antragsteller gewährt.

Kurzbeschreibung: Beteiligungen der NRW.BANK an Kapitalgesellschaften in der Gründungsphase (bis zu 18 bzw. 36 Monate nach Gründung).

Link: www.nrwbank.de/seedcap

Umfang: Die Bereitstellung des Eigenkapitals erfolgt i.d.R. in Form einer direkten Minderheitsbeteiligung oder eines Wandeldarlehens. Finanziert werden unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Aufbau von Produktionskapazitäten,
  • Vertriebsaufbau und -ausbau,
  • Markteinführung,
  • Erschließung von Absatzmärkten,
  • Forschung und Entwicklung.

Der Mindestbetrag der Eigenkapitalfinanzierung beträgt 0,25 Mio €, der Höchstbetrag beläuft sich im ersten Schritt auf 3,0 Mio €. Insgesamt liegt der Maximalbetrag bei 6,0 Mio € pro Unternehmen. Co-Investment: pari passu zu privaten Co-Investoren; NRW.BANK-Anteil pro Finanzierungsrunde bis 50%, in Ausnahmefällen bis 70%

Voraussetzungen: Das Management des Unternehmens kann durch fundierte Planungen belegen, dass ein positiver operativer Cash Flow in höchstens 3 Jahren erreichbar und die Finanzierung sichergestellt ist. Mindestens ein weiterer Investor stellt ebenfalls Kapital zur Verfügung.

Für wen? Start-ups und junge Wachstumsunternehmen (Kapitalgesellschaften) mit überzeugendem Geschäftsmodell, erste oder zweite institutionelle Finanzierungsrunde, Series A oder B Neu: auch spätere Wachstumsphase (z.B. Finanzierungsrunden C oder D)

Wer zahlt? Die NRW.BANK, dort können Anfragen telefonisch (0 211 91741-4800) oder via Mail an beteiligungen@nrwbank.de erfolgen.

Kurzbeschreibung: Der NRW.BANK.Venture Fonds stellt Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial Eigenkapital für die Expansion zur Verfügung. Ziel ist einerseits die Kompensation sich derzeit zurückhaltender Investoren, andererseits – im Sinne eines „Matching Fund“ – die Ergänzung derjenigen Investoren, die weiter bereit sind NRW-Start-ups zu finanzieren.

Status/Dauer: Die Antragstellung ist möglich bis zum 31.12.2020.
Die Beteiligungsdauer beträgt i.d.R. zwischen 3 und 7 Jahren.

Link: www.nrwbank.de/venturefonds

Kurzarbeit und Arbeitslosengeld


  • Für wen? Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftrags-Engpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich.

  • Kurzbeschreibung: Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent oder die je nach Fall vollständige oder teilweise Erstattung der von den Arbeitgebern allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung für die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten. Anders als bisher wird in Betrieben teilweise oder vollständig auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden verzichtet. Erstmals kann Kurzarbeitergeld auch für Beschäftigte in Leiharbeit gezahlt werden.

  • Dauer: Die Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März in Kraft treten und auch rückwirkend ausgezahlt. Diese Anpassung des Kurzarbeitergeldes ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

  • Kontakt: Servicehotline für Arbeitgeber:  0800 45555 20

  • Link: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Künstlerinnen und Künstler sind - anders als Beschäftigte in vielen anderen Berufen - zumeist nicht in unbefristeten Arbeitsverhältnissen tätig. Bereits zum 1. Januar 2020 wurde der Zugang zum Arbeitslosengeld erleichtert.

Wer innerhalb der von 24 auf 30 Monate verlängerten Rahmenfrist auf Versicherungszeiten von 12 Monaten kommt, kann einen Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen. Die erweiterte Rahmenfrist gilt auch für die Sonderregelung für überwiegend kurz befristete Beschäftigungen (sog. Künstlerregelung), die unter bestimmten Voraussetzungen eine auf 6 Monate verkürzte Mindestversicherungszeit vorsieht und bis Ende 2022 gilt.

Zudem werden Arbeitsverträge bis 14 Wochen Dauer als kurz befristet anerkannt - statt wie bisher nur bis 10 Wochen.

Link: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/kuenstlerfoerderung/kuenstlersozialversicherung

Steuern & Finanzen


Mit der jetzt erfolgten Verkündung des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht treten die Vorschriften zur Aussetzung der Insolvenzantragspflichten in Kraft.

Das Gesetz sieht im Bereich des Insolvenzrechts fünf Maßnahmen vor:

  1. Die haftungsbewehrte und teilweise auch strafbewehrte dreiwöchige Insolvenzantragspflicht wird vorübergehend bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nur für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht. Zudem soll erforderlich sein, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Antragspflichtige Unternehmen sollen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren durch Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden.
  2. Geschäftsleiter haften während der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten nur eingeschränkt für Zahlungen, die sie nach Eintritt der Insolvenzreife des Unternehmens vornehmen.
  3. Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht an von der COVID19-Pandemie betroffene Unternehmen gewährte neue Kredite sind nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen.
  4. Während der Aussetzung erfolgende Leistungen an Vertragspartner sind nur eingeschränkt anfechtbar.
  5. Die Möglichkeit von Gläubigern, durch Insolvenzanträge Insolvenzverfahren zu erzwingen, werden für drei Monate eingeschränkt.

Durch die Maßnahmen soll den von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen Zeit für die Sanierung

Status: Die gesetzliche Regelung tritt rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft und gilt vorerst bis 30. September 2020.

Link: www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html

  • Für wen? Alle steuerpflichtigen Unternehmen, die von der Krise betroffen sind. 

  • Kurzbeschreibung: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zugunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. Von Vollstreckungsmaßnahmen wird bis auf Weiteres abgesehen. Säumniszuschläge werden erlassen. Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

  • Dauer: Die Maßnahmen gelten derzeit maximal bis zum 31.12.2020.

  • Link: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

  • Für wen? Alle steuerpflichtigen Unternehmen, die von der Krise betroffen sind. 

  • Kurzbeschreibung: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zugunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

  • Dauer: Die Maßnahmen gelten derzeit maximal bis zum 31.12.2020.

  • Link: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus