×
×

Neuer Beschäftigungsrekord im Ruhrgebiet

Ein Beschäftigungswachstum über den Vergleichswerten von Land und Bund: Im Ruhrgebiet entstanden 2019 ganze 32.517 neue Beschäftigungsverhältnisse. In der Region sind damit so viele Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie seit 1976 nicht mehr.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf 1.780.332 Personen. Spannend ist jedoch der Vergleich mit dem Rest des Landes. Das Beschäftigungswachstum im Ruhrgebiet liegt über dem Vergleichswert für Deutschland (+1,6%) und auch über dem des Landes Nordrhein-Westfalen (+1,8%).

Damit ist das Ruhrgebiet ins Mittelfeld der deutschen Metropolen aufgerückt. Das Wachstum der Beschäftigung hält mit den Metropolregionen Frankfurt/Rhein-Main (+1,9%) und Köln/Bonn (+2,0%) Schritt und war sogar stärker als in Rhein-Neckar (+1,3%) und Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg (+1,3%).

Trotzdem besteht weiterhin eine Lücke im Vergleich zu den Boom-Regionen in Deutschland. Noch sind die Wachstumsraten in München (+2,6%) oder Berlin (+3,5%) stärker. Daher brauchen wir gebündelte Anstrengungen für Wachstum. Statt Schwächen zu subventionieren, muss die Region ihre Stärken weiter stärken.

Die Wirtschaft der Region ist resilienter und breiter aufgestellt als lange zuvor. Das Streben nach Wachstum sollte jedoch nicht nachlassen, um den Lückenschluss zu schaffen. Dazu braucht es klare Signale an Unternehmen und Investoren für neue Ansiedlungen im Ruhrgebiet. Sie brauchen gute Voraussetzungen wie verfügbare Flächenpotenziale und den Ausbau der industriellen Infrastruktur. Es braucht den Mut, die neuen Stärken der Region gemeinsam zu stärken. Mit Greentech, CyberSecurity oder Ressourceneffizienz ist die Metropole Ruhr schon heute internationale Spitze.

Der Wirtschaftsbericht Ruhr 2019 ist so gesehen ein Zwischenbericht in bewegter Zeit. Er zeigt: Das Ruhrgebiet ist auf einem guten Weg. Es gibt aber noch viel zu tun. Packen wir es an.

Rasmus C. Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Business Metropole Ruhr GmbH.

Der Bericht als PDF

Zu den Leitmärkten

Bedeutender Wachstumstreiber

Die Entwicklung der Leitmärkte in der Metropole Ruhr

Die gute Wirtschaftsentwicklung in der Metropole Ruhr setzt sich auch im Jahr 2019 weiter fort, allerdings nicht mit der Dynamik des Vorjahres. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg zwischen 2018 und 2019 (jeweils 30.06.) um 1,9 % auf 1.780.332 Personen an (+2,3 % in 2018). Damit liegt das Beschäftigungswachstum der Metropole Ruhr über dem Vergleichswert für Deutschland (+1,6 %) und weist ein Wachstum annähernd wie Nordrhein-Westfalen (+1,8 %) auf.

Von dem Beschäftigungsaufbau profitieren insbesondere die Leitmärkte der Metropole Ruhr. Gegenüber dem Vorjahr wurden in diesen zentralen Wirtschaftsbereichen der Region rund 30.947 Beschäftigungsverhältnisse aufgebaut (+2,1 %). Als bedeutender Wachstumstreiber fungiert dieses Jahr der Leitmarkt Mobilität mit 9.082 Neubeschäftigungen (+5,2 %). Daneben konnten auch die Leitmärkte Urbanes Bauen & Wohnen (+5.666; +2,9 %), Digitale Kommunikation (+3.329; +6,0 %), Freizeit & Events (+2.289; +2,7 %) und Ressourceneffizienz (+2.251; +2,9 %) positive Wachstumsraten verzeichnen, die über den Bundes- und Landeswerten liegen.

Auch der Leitmarkt Gesundheit (+2,6 %) konnte mit einem Plus von 8.706 Beschäftigten einen großen Teil zum Beschäftigungsaufbau beitragen und liegt damit zumindest über dem Bundestrend. Die Leitmärkte Bildung & Wissen (+1.895; +2,3 %) und Nachhaltiger Konsum (+369; +0,3 %) bleiben zwar geringfügig hinter den Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene zurück, können aber positive Zahlen verzeichnen. Der Industrielle Kern und die unternehmerischen Dienste (-2.640; -0,8 %) haben im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufige Beschäftigungszahlen. Die nachhaltig positive Entwicklung in fast allen Leitmärkten der Metropole Ruhr spiegelt die wirtschaftliche Resilienz der Region wider.

Etablierte Wirtschaftsbereiche, wie die traditionell starke Industrie haben zwar leichte Rückgänge zu verkraften, andere Wirtschaftssektoren konnten aber weiter an Bedeutung gewinnen und die positive Beschäftigungsentwicklung aus dem Vorjahr fortschreiben.

Ihr Kontakt zu uns!

Kontakt

Benjamin Legrand
Pressesprecher

Tel.: +49 201 632488-24
Fax: +49 201 632488-99

legrand@business.ruhr

Kontakt

Antje Felchner
Projektmanagerin | Onlinekommunikation

Tel.: +49 201 632488-15
Fax: +49 201 632488-99

felchner@business.ruhr