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Daten & Fakten

Leitmarkt Gesundheit

Mit einer leichten Steigerung des Anteils an der Gesamtbeschäftigung auf 19,6 % (+0,13 %) ist das Gesundheitswesen erneut der beschäftigungspolitisch bedeutendste Leitmarkt in der Metropole Ruhr. Die größten Teilmärkte des Gesundheitswesens sind, gemessen am Anteil der Beschäftigten, die stationäre und ambulante Versorgung (49,9 %) sowie die Dienstleistungen im gesundheitsrelevanten Handel bzw. Sport, Sozialwesen und der Pflege (42,7 %).

Im Betrachtungszeitraum 2018 bis 2019 stieg die Zahl der Beschäftigten um 8.706 Personen (+2,6 %) auf 349.364 Beschäftigte an. Das Wachstum liegt damit in der Metropole Ruhr über dem bundesweiten und nur geringfügig hinter dem landesweiten Trend (+2,3 %; +2,8 %). Bis auf den Kernbereich 2: Versicherung/Verwaltung konnten alle Teilmärkte positive Beschäftigungszahlen verzeichnen.

Wesentliche Wachstumstreiber sind die Teilmärkte stationäre und ambulante Versorgung (+4.772; +2,8 %) sowie gesundheitsrelevante Dienstleistungen (+3.698; +2,5 %). Eine regionale Spezialisierung, gemessen am Beschäftigungsanteil, besteht insbesondere in Herne.

Der Leitmarkt

im Detail

349.364 (+2,6%)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

6.658 (-0,7%)

Unternehmen

17,23 Mrd. € (-3,3%)

Umsatz

Im Untersuchungszeitraum sind die Zahl der Unternehmen (-0,7 %) und die Umsätze (-3,3 %) zurückgegangen, jedoch nicht so stark wie in den Vorjahren. Ein Grund für diesen Rückgang sind Umsatzrückgänge bei den Krankenhäusern im Kernbereich der stationären und ambulanten Versorgung.

In den nächsten Jahren werden die Auswirkungen des demografischen Wandels weiter zunehmen. Dadurch wird auch der Leitmarkt Gesundheit sowie die Life-Science-Bereiche in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen. Die erhebliche ökonomische Bedeutung und der Expansionskurs spiegeln sich auch im bundesweiten Trend wider. In den letzten zehn Jahren wuchs der Kern der deutschen Gesundheitswirtschaft gemessen an der Bruttowertschöpfung durchschnittlich um +4,1 % pro Jahr. 2018 lag die Bruttowertschöpfung damit bei knapp 370 Mrd. Euro (Prognose) und entspracht mehr als 12 % des Bruttoinlandsprodukts (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (2019): Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen. Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Ausgabe 2018).

Aber nicht nur der demografische Wandel allein bietet gute Wachstumschancen, auch die Entwicklung neuer Therapie- und Heilverfahren, die Standardisierung bzw. Digitalisierung des Gesundheitssystems und die wachsende Weltbevölkerung, die für eine stetige Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen sorgt. Insbesondere durch den Digitalisierungstrend lassen sich für die Gestaltung der Gesundheitsversorgung positive Effekte erwarten, die das Gesundheitssystem nachhaltig verändern werden. Unter anderem lassen sich mit mobilen Applikationen bspw. Vitalwerte aufzeichnen und analysieren oder sportliche Aktivitäten in virtuelle Welten verlegen. Somit kann aus der interdisziplinären Betrachtungsweise mit anderen Leitmärkten ein enormes Potenzial für die Zukunft erschlossen werden.

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