Der Duisburger Hafen (duisport) hat die Innovationsplattform „startport“ gegründet. Start-up-Unternehmen wird auf einer Gesamtfläche von 550 Quadratmetern im kreativen Umfeld der Werhahnmühle am Duisburger Innenhafen die Möglichkeit gegeben, logistische Lösungen zu entwickeln. Fünf Logistik-Start-ups haben sich seitdem hier angesiedelt und werden von „startport“ gefördert. Fünf Fragen an Peter Trapp, Managing Director von „startport“:

„startport“, das Start-up-Programm des Duisburger Hafens, läuft seit März dieses Jahres, fünf Start-ups sind beteiligt. Wie ist das Programm angelaufen?


Trapp: Unsere „startport“-WG ist in den ersten drei Monaten gut zusammengewachsen. Wir können sehr zufrieden sein mit unserem ersten Batch. Wir haben unsere Start-ups gleich zu Anfang mit den wichtigsten Basics versorgt und Workshops mit unseren Partnern veranstaltet. Beispielsweise zum IT-Recht, Quellen von Risikokapital oder Förderprogrammen.

Es handelt sich um fünf Logistik-Unternehmen. Welche sind das und was genau bieten diese Unternehmen an?


Trapp: Alle fünf bewegen sich in digitalen Geschäftsmodellen. Zum einen Cargo-Bay, DepotCity und Shippion, die mit Plattformlösungen arbeiten und den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteuren auf dem Markt fördern. Heumero liefert passgenaue Lösungen zur Routenoptimierung, und Aindex.Ruhr bietet individuelle Standortanalysen an.
Alle Start-ups sind sehr agil und haben das Potenzial, die Logistikbranche aufzumischen.

Was tut „startport“ für die neuen Unternehmen?

Trapp: „startport“ lebt vom Austausch, der hier jeden Tag passiert. Die Start-ups haben hier eine Top-Infrastruktur, und wir bieten den Gründern mit unserem Workshop- und Coaching-Programm das Wissen, das sie brauchen, um zu wachsen. Wir haben sie mit unserem Logistik-Netzwerk zusammengebracht – vielleicht der wichtigste Punkt –, und sie haben hier im Hafen Zugang zu logistischen Assets. Zusätzlich haben wir einen großen Medientag organisiert, der die Start-ups bekannter gemacht hat.

Inwieweit profitiert auch der Duisburger Hafen von den Start-up-Unternehmen?

Trapp: Wir bekommen durch die Gründer natürlich einen besseren Zugang zu Innovationen. Das Umfeld, in dem sich die Start-ups bewegen, ist für uns auch Motor für neue Entwicklungen. Und aus der engen Zusammenarbeit bei „startport“ können natürlich auch konkrete Projekte entstehen, die den Duisburger Hafen voranbringen.

Andere Start-up-Programme laufen über wenige Monate, „startport“ aber für jeweils ein ganzes Jahr. Warum?

Trapp: Ich bin davon überzeugt, dass es gute Ausdauer braucht, um erfolgreich zu gründen. Mit der Dauer von zwölf Monaten heben wir uns bewusst von anderen Plattformen ab. Wir wollen die Start-ups nachhaltig fördern. Nur so wird aus den Ideen auch etwas Großes. Es braucht nun einmal eine gewisse Zeit, um Lösungen intensiv zu erproben und Kunden für die neuen Ansätze zu finden.

 

 

 

 

 

 

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