

Die traditionsreiche Handelsstadt Mülheim an der Ruhr (Aldi-Süd, Unternehmensgruppe Tengelmann) zeichnet sich durch eine breite und branchenvielfältige Wirtschaftsstruktur aus, die für das Ruhrgebiet eher untypisch ist. Neben weltweit erfolgreichen Industrieunternehmen (Mannesmannröhren Werke, Siemens Power Generation, Friedrich-Wilhelms-Hütte) prägen vor allem Dienstleistungsunternehmen das Angebot. Zwei Max-Planck-Institute, das Zentrum für Innovation und Technik in NRW (Zenit) sowie das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung und ein Gründerzentrum bilden darüber hinaus eine innovative Infrastruktur.
In Mülheim an der Ruhr sind gleich zwei Max-Planck-Institute angesiedelt (Kohlenforschung und Bioanorganische Chemie), deren Direktoren – wie Nobelpreisträger Prof. Dr. Karl Ziegler – Weltruhm erlangt haben. Dank der Theodor-Fliedner-Stiftung hat das Institut für interdisziplinäre und angewandte Diakoniewissenschaft an der Universität Bonn in Mülheim seinen Sitz. Ebenfalls direkt am Ruhrufer beheimatet: ZENIT, das Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein-Westfalen.
Der Mülheimer Gewerbeimmobilienmarkt blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2007 zurück. Bereits für das Jahr 2006 konnte die Wirtschaftsförderung einen Anstieg im Bereich der Gewerbeflächenvermarktung von 45 Prozent für die verschiedenen gewerblichen Teilmärkte - Gewerbeflächen, Büroflächen, Hallenflächen und Geschäftslokale – verzeichnen. Dieses Ergebnis wird nach den Berechnungen der Mülheim & Business GmbH mit den für 2007 ermittelten Zahlen noch einmal um weitere 40 Prozent übertroffen. Wurden 2006 insgesamt 166.000 Quadratmeter Flächen vermietet oder verkauft, waren es im Geschäftsjahr 2007 insgesamt 233.000 Quadratmeter Gewerbe-, Büro-, Hallen- und Ladenlokalflächen.
1. Ruhrbania
Wohnen, Arbeiten und Erleben am Wasser - dafür steht Ruhrbania, das dezentrale Investitionsprojekt in Mülheim an der Ruhr. Fünf attraktive Teilprojekte entstehen in den nächsten Jahren entlang der Ruhr. Für Investoren eine interessante und rentable Chance, sich zu engagieren. Die maritime Ruhrpromenade mit Hafenbecken bietet Raum für eine Gastronomiemeile sowie lukrative Wohn- und Büroimmobilien direkt am Wasser. Mehrere großzügig angelegte Investitionsstandorte und ein Gründerzentrum schaffen für Investoren und Unternehmer ein breites Spielfeld für die Ansiedlung ihrer Projekte. Direkt an der Stadthalle entsteht ein Kongresszentrum mit Hotel. Die Museumsmeile vernetzt die bereits vorhandenen Museen und Kulturangebote miteinander und wird durch ein Medienmuseum sowie ein Gründer- und Unternehmermuseum erweitert.
2. Interkommunaler Büro- und Gewerbepark am Flughafen Essen / Mülheim
Der geplante Büro- und Gewerbepark am Flughafen ist das erste interkommunale Gewerbegebiet zwischen zwei Großstädten in Deutschland. Das 6,5 Hektar große Entwicklungsgebiet liegt an der Autobahn A 52 und bietet die Möglichkeit, direkt mit dem Flugzeug zu den Kunden durchzustarten. Der Standort besticht durch seine optimale Verkehrsanbindung an die A52, die Düsseldorf mit dem Ruhrgebiet verbindet, sowie die Nähe zum Flughafen Düsseldorf International. Auf Basis des städtebaulichen Entwurfs des Stuttgarter Architekturbüro Harris und Kurrle wird zurzeit Planungsrecht geschaffen. Das Konzept überzeugt durch die Schaffung klarer räumlicher Strukturen, den modularen Aufbau der Baufelder, die eine stufenweise Umsetzung ermöglichen sowie durch eine große Flexibilität im Hinblick auf eine Parzellierung der Fläche. Die Vermarktung erfolgt gemeinsam durch die Mülheim & Business GmbH und die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft.
3. Westspitze im Rhein-Ruhr-Hafen
Der Mülheimer Rhein-Ruhr-Hafen ist mit rund 220 ha Gesamtfläche (132 ha private, 18 ha städtische Fläche) das größte Gewerbegebiet der Stadt am Fluss. In den rund 360 Unternehmen am Standort sind ca. 6.500 Mitarbeiter beschäftigt. Auf Basis eines städtebaulichen Konzeptes des Architekturbüros ASTOC architects & planners, Köln/Rotterdam, wird die Westspitze an der Ruhrorter Straße (zwischen Schleuse und Umschlag Straße) in den nächsten Jahren in Zusammenarbeit mit den privaten Flächeneigentümern für neue Nutzer entwickelt und vermarktet.
4. Siemens Technopark
Auf einer rund 245.000 Quadratmeter großen Fläche an der Mellinghofer Straße entsteht seit 2000 der Siemens Technopark Mülheim. Ziel des Siemens Technoparks ist es, einen offenen Gewerbepark für innovative und technologie-orientierte Unternehmen zu schaffen. Der Siemens Technopark realisiert in einzelnen aufeinander abgestimmten Teilprojekten die Vermarktung von rund 30 Gebäuden und Baufeldern. Neben attraktiven Büro-, Gewerbe- und Lagerflächen bietet er seinen Mietern ein umfangreiches Dienstleistungsangebot. Das rund 24 Hektar große Gewerbeareal ist bereits "erste Adresse" für Firmen wie Allcad GmbH, Casa Flora, GWU mbh, Degussabank, Turbinencasino GmbH, GNS - Gesellschaft für Nuklear Service mbh, Siempelkamp Nukleartechnik GmbH, Hochtief Facility Management GmbH und K&S Schweisstechnik.
In Mülheim an der Ruhr ist das „neue Ruhrgebiet“ zu erleben. Immer mehr Gäste und Städtereisende kommen an die Ruhr, um hier eine einmalige Industriekultur zu erleben - längst jenseits von Kohle- und Abraumhalden und rußiger Luft. Inzwischen zum zweitgrößten Arbeitgeber in NRW avanciert, gewinnt die Wachstumsbranche Tourismus an Fahrt. In Mülheim an der Ruhr ist die MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH Ansprechpartnerin für Besucher aus Nah und Fern: Mit Wohnmobil-Standorten, neuer Info-Zentrale in der City, einer Hotelroute, Spezialangeboten für Fahrradfahrer oder einer Übersicht des bunten Treibens auf dem Wasser mit Wikinger-Schiff oder Drachenboot-Festival. Auch das Aquarius Wassermuseum und das Museum zur Vorgeschichte des Films „Camera Obscura“ erweisen sich als attraktive Ausflugsziele.
Mülheim an der Ruhr hat sich seinen Namen als „Theaterstadt“ zu Recht erworben, denn das "Theater an der Ruhr", Die „Mülheimer Theatertage" und das Theaterfestival "Impulse" zählen zu den wichtigsten Einrichtungen der Theaterszene im deutschsprachigen Raum. Das "Theater an der Ruhr" verdankt seine Bekanntheit nicht nur seinen bildmächtigen Inszenierungen, sondern auch seinem internationalen Engagement – das Bühnenmodell wird heute vom Goethe-Institut durch die ganze Welt geschickt. Mit den "Theaterlandschaften" werden alljährlich Theatergruppen aus den verschiedensten Ländern nach Mülheim an der Ruhr geholt. Dem Publikum erschließen sich so neue Welten und der transkulturelle Dialog wird ermöglicht. Seit über 30 Jahren wird im Rahmen der „Mülheimer Theatertage“ der Dramatikerpreis verliehen.
Mülheim an der Ruhr verfügt über eine überdurchschnittlich hohe Lebensqualität. Mehr als 50 Prozent der Fläche ist grün: Parks, Waldflächen, Auen und Felder prägen das Stadtbild. Zur Mülheimer Sportlandschaft gehören 145 Vereine mit ca. 40.000 Mitgliedern. Der Hockeyclub Uhlenhorst ist der erfolgreichste in Europa. Jener Fluss, der dieser Region ihren Namen gegeben hat, schlängelt sich mitten durch Mülheim, kaum ein Katzensprung von der Innenstadt entfernt. Am Ruhrufer liegt zum einen die Stadthalle, 1926 im Stile eines italienischen Uferpalazzos erbaut und heute u.a. Schauplatz des „Klavier-Festivals Ruhr“ des Initiativkreises Ruhrgebiet ist. Zum anderen findet sich hier das Gebäude der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, in Mülheim geradezu liebevoll „Wasserburg“ genannt. Die RWW sorgt auf vielerlei Art und Weise für die „Bewusstseinsbildung“ der Stadt am Fluss: Spielerisch leicht und zugleich jeden Wissensdurst stillend wird das „nasse Element“ im preisgekrönten Aquarius Wassermuseum präsentiert, in unmittelbarer Nachbarschaft – wie könnte es anders sein? – der Ruhr.
Stadt Mülheim
Offizielle Internetseite der Stadt Mülheim.
www.muelheim-ruhr.de/cms/index.php
Mülheim & Business GmbH
Informationen rund um die am 1. Oktober 2000 gegründete Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mülheim & Business GmbH, die als Nachfolger des städtischen Amtes für Wirtschaftsförderung als sogenanntes Public-Private-Partnership-Modell von Wirtschaft und Kommune gemeinsam getragen wird.
www.muelheim-business.de