Projekte


Konzept Ruhr

Strategie zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung in der Metropole Ruhr

41 Städte und drei Kreise der Metropole Ruhr haben eine gemeinsame Strategie für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung in der kommenden Dekade: das „Konzept Ruhr“. Damit sind wichtige Grundlagen für die interkommunale und regionale Zusammenarbeit vereinbart. Ziel der Städtegemeinschaft ist es, den Prozess der Metropolenbildung zu unterstützen und in hochwertigen Projekten der Stadt- und Standortentwicklung umzusetzen.

Die Arbeitsgemeinschaft des "Konzepts Ruhr" baut auf den kooperativen und projektorientierten Erfahrungen des Ruhrgebiets in den vergangenen 20 Jahren auf. Die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) unterstützt die Städte und Kreise aktiv dabei, eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dies gilt insbesondere für die integrierte Vorgehensweise, die die Städte und Kreise mit dem Konzept Ruhr verfolgen: eine gemeinsame und abgestimmte Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. Die freiwillige und projektorientierte Zusammenarbeit ist eine gute Plattform für lokales Engagement und sie ist offen für neue Partner.

Projekte der nachhaltigen Entwicklung

Im Januar 2008 haben Städte und Kreise der Metropole Ruhr erstmals das „Konzept Ruhr“  als „gemeinsame Strategie der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung“ vorgelegt und parteiübergreifend in allen Stadträten und Kreistagen verabschiedet.

Zum Konzept Ruhr gehören zwei wesentliche Bausteine: Die fünf übergreifenden Themen der nachhaltigen Regionalentwicklung (ruhrbasics) für die gesamte Metropole Ruhr und eine jährlich zu aktualisierende Projektliste, die die vor Ort umzusetzenden Projekte beschreibt.

Das Konzept Ruhr ist als gemeindeübergreifende Plattform von 11 kreisfreien Städten sowie von 30 kreisangehörigen Städten bzw. Gemeinden in den vier Kreisen der Metropole Ruhr auf den Zeitraum 2008 bis 2018 angelegt. Es verbindet systematisch Vorhaben der wirtschaftsorientierten Entwicklung, des Städtebaus, der Landschaftsentwicklung und der Umgestaltung von Gewässern. Beteiligt sind außerdem Emschergenossenschaft / Lippeverband, der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 GmbH.

Ein interkommunaler Arbeitskreis sorgt für die notwendige Koordinierung. Die Steuerung des interkommunalen Arbeitskreises erfolgt durch die Stadt Bottrop; Projektkoordination und Strategieentwicklung hat auf Wunsch der Städte und Kreise die wmr übernommen. 

Im August 2009 haben die Städte und Kreise den „Statusbericht 2009“ für das Konzept Ruhr vorgestellt. Die aktuelle Projektliste im „Statusbericht 2009“ umfasst insgesamt 508 Vorhaben im Zeitraum bis 2018. Neben neuen Projekten sind auch sechs Städte des Kreises Wesel mit ihren Vorhaben der interkommunalen Arbeitsgemeinschaft „Konzept Ruhr“ beigetreten: Dinslaken, Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Schermbeck und Voerde. 

Insgesamt 82 Vorhaben sind unmittelbar interkommunal angelegt oder Teil eines regionalen Projektes. Von den insgesamt 508 Vorhaben sind 197 (rund 39%) bereits in der Realisierung.  Allein diese Projekte erzeugen ein Investitionsvolumen von rund 0,93 Mrd. € im öffentlichen Bereich, mit denen private Investitionen von rund 4 Mrd. € angestoßen werden.

Mit der Realisierung aller Vorhaben im Zeitraum bis 2018 verbindet sich aus heutiger Sicht ein Volumen von rund 2,45 Mrd. € an öffentlichen und rund 7,85 Mrd. € an privaten Investitionen. 

Soweit für die Finanzierung öffentliche Aufwendungen erforderlich sind, können neben den kommunalen Eigenanteilen projektbezogen Mittel des Ziel 2- Programms, der Städtebauförderung, der Finanzierung von Verkehrsbauten, der regionalen Wirtschaftsförderung, des Hochschulbaus oder des „Konjunkturpaketes 2“ eingesetzt werden.

 

Fünf thematische Schwerpunkte

Fünf Themen, die sogenannten „ruhrbasics“, bestimmen die räumliche und städtebauliche Entwicklung der Metropole Ruhr in der nächsten Dekade und bilden dementsprechend Schwerpunkte innerhalb der Projektliste:

• „ruhrlines“:  die Entwicklungsachsen in Ost-West-Richtung (Ruhrtal, A40/B1, Neues Emschertal, Lippetal)
• „ruhrcities“:  die Qualität der Zentren und Stadtteile
• „ruhrexcellence“:  die Entwicklung hochwertiger Gewerbe- und Industriestandorte
• „ruhrinvest“: die Schaffung von Rahmenbedingungen für weitere private    Investitionen in den Entwicklungsräumen
• „ruhrevents“:  die langfristig angelegten regionalen Großereignisse

Die „ruhrlines“ und „ruhrcities“ bilden mit ihren konkreten Projekten die Eckpfeiler des regionalen Entwicklungsprozesses. Die zumeist öffentlich-privaten Vorhaben in den Bereichen „ruhrexcellence“ und „ruhrinvest“ füllen die neu entstehenden Entwicklungsräume aus. Sie profitieren von der Attraktivität umgestalteter Stadtlandschaften und fügen ihrerseits neue Qualitäten hinzu. Alle Elemente zusammen tragen dazu bei, dass die Metropole Ruhr schon heute gerüstet ist, um für die Jahre nach der „Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010“ weitere „ruhrevents“ mit internationaler Wahrnehmung vorzubereiten.

Das Konzept Ruhr bleibt transparent. Der Statusbericht, neue Projektinformationen, Karten und Übersichten stehen auf der eigenen Internetseite www.konzept-ruhr.de ebenso zum Download bereit wie die bisherigen Publikationen.

Das Konzept Ruhr bildet auch das Fundament für weitere Module der regionalen Entwicklung. Beispiel hierfür ist die Strategie „Wandel als Chance“, mit der sich die Städte und Kreise seit 2008 gemeinsam auf Herausforderungen vorbereiten, die mit dem Ende des  Steinkohlenbergbaus verbunden sein werden.

Dies gilt ebenfalls für die Kooperation der Städte und Kreise bei der Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen unter der Überschrift   „Wirtschaftsflächen Ruhr 2009“ oder die „Bildungsregion Ruhr 2018“, unter deren Label die Städte die Voraussetzungen für die Wissensgesellschaft im Ruhrgebiet schaffen wollen.

 

Die wmr unterstützt die interkommunale Zusammenarbeit

Bei der Erarbeitung und Umsetzung des „Konzepts Ruhr“ werden die Städte, Gemeinden, Kreise und beteiligten Verbände durch die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) kontinuierlich unterstützt. Die wmr begleitet die gemeinsame Strategieformulierung genauso wie die einheitliche Projektpräsentation der zahlreichen Projekte in ganz unterschiedlicher Projektträgerschaft. Zudem begleitet sie bei Beratungen und Verhandlungen mit den zuständigen Fachministerien des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit der Gestaltung und der Veröffentlichung regionaler, nationaler und internationaler Broschüren, der Durchführung von Regionalforen und Konferenzen sowie dem eigenen Internetauftritt des Konzepts Ruhr ist es gelungen, die mediale und fachöffentliche Aufmerksamkeit auf diese stadtübergreifende Zusammenarbeit in der Metropole Ruhr zu lenken.

 

 

Konzept Ruhr - Statusbericht 2009

Statusbericht_2009.pdf

2.2 M

Internationale Broschüre Konzept Ruhr

Konzept_Ruhr_international.pdf

4.0 M

Weitere interessante Links:


 
Kontakt
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Ruhrstr. 1
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 0208 / 30 55 29 - 0
Fax:  0208 / 30 55 29 - 99
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Michael Schwarze-Rodrian
Tel.: 0208 / 30 55 29 - 13
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