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Die Metropole Ruhr wird wirtschaftlich neu profiliert, 14.12.2011

Wirtschaftsförderer legen ersten gemeinsamen Wirtschaftsbericht vor

Link zu einer Bildergalerie mit Eindrücken der Pressekonferenz am Ende der Pressemitteilung.

Essen: Die 16 Wirtschaftsförderer aller Städte und Kreise aus der Metropole Ruhr haben heute unter dem Titel „Wirtschaftsbericht Ruhr 2011“ die erste gemeinsame Analyse der wirtschaftlichen Potentiale der gesamten Region vorgelegt. Unter der Federführung der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH wurde das Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen mit der Erarbeitung der Studie beauftragt. Die Ergebnisse wurden von allen Wirtschaftsförderern bewertet und mit ihrer Unterschrift als Beginn eines gemeinsamen Arbeitsprozesses in der Standort- und Strukturpolitik für die Metropole Ruhr besiegelt.

Um Zukunftspotentiale schneller sichtbar machen zu können, sind die Wirtschaftsförderer mit dem IAT auch methodisch neue Wege gegangen. An die Stelle der klassischen Branchenbetrachtung haben sich die Experten und Wissenschaftler mit den prägenden Markttrends, Innovationstrategien und der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle beschäftigt. Daraus sind wachstumsstarke Zukunftsmärkte, sogenannte Leitmärkte, identifiziert worden. Diese Leitmärkte sind:

• Gesundheit
• Ressourceneffizienz
• Mobilität
• Urbanes Bauen und Wohnen
• Nachhaltiger Konsum
• Digitale Kommunikation
• Bildung und Wissen
• Freizeit und Events

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung metropoleruhr bilanziert: „Der Wirtschaftsbericht Ruhr 2011 zeigt ganz klar: Es besteht eine realistische Chance, dass die Metropole Ruhr ein industrielles Comeback erlebt, wenn wir die modernen Industrieunternehmen dieser Region bei ihren Aktivitäten auf den internationalen Märkten gezielt und mit den richtigen Rahmenbedingungen unterstützen.“

Neue Verbindung von industrieller Produktion und Dienstleistung

Aus der Analyse der Leitmärkte heraus sind vier zentrale Ergebnisse hervorzuheben:

1. Die Metropole Ruhr ist stark in der weltweit wachsenden neuen urbanen Ökonomie. Also jenen Produkten und Dienstleistungen die auf die Entwicklung von Großstädten, Metropolen und ihren Infrastrukturen setzt. Schon jetzt sind 80% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Metropole Ruhr in diesen Leitmärkten tätig.

2. In allen acht Leitmärkten sind relevante Einzelpotentiale für Wachstum und Beschäftigung an der Ruhr identifiziert worden. In sogenannten Zukunftsfeldern werden diese Potentiale in der Arbeit der Wirtschaftsförderungen weiter verfolgt.

3. Die positive Dynamik in den Leitmärkten ist in den zurückliegenden fünf bis sieben Jahren durch eine neue Verbindung von industrieller Produktion und moderner Dienstleistung entstanden. Dies zeigt das bundesweit überdurchschnittliche Wachstum in den Bereichen der Prüf- und Testlabore, der technischen Großhändler und Handelsvermittler, der Gesundheitsdienste, der Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen und auch in den vielen außeruniversitären Forschungseinrichtungen

4. Die industrielle Produktion ist der Motor der positiven Marktentwicklung an der Ruhr. Das überraschende Beschäftigungswachstum im Bereich des Maschinenbaus und der Prozessautomation steht beispielhaft für diese Entwicklung.

In den nächsten Jahren werden die Wirtschaftsförderungen diesen Bericht weiter entwickeln, regelmäßig einmal im Jahr veröffentlichen und gemeinsame Projekte zur Bestandsentwicklung in den analysierten Zukunftsfeldern vorantreiben.

Wirtschaftsbericht Ruhr 2011


Fotos zur Pressekonferenz

 
 

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