Investitionsstandort an Rhein und Ruhr

Die Lage ist das, was diesen Standort unverwechselbar macht: Der Rhein, Deutschlands größter Wasserweg, fließt Richtung Nordsee durch Duisburg und aus dem Osten kommt die Ruhr. Da, wo die Ruhr in den Rhein fließt, liegt Duisburg, nach der Einwohnerzahl die Nummer 15 unter den deutschen Großstädten. Knapp eine halbe Million Menschen (495.668 Einwohner im Dezember 2007) leben in dieser vom Wasser geprägten Stadt: 10 Prozent der Stadtfläche sind Wasser, die Wasserfront ist 114 Kilometer lang.

Zahlen & Fakten

PDF-Download

Wasserlage Duisburg
Wasserlage Duisburg

Größter Stahlstandort Europas

Kokerei Schwelgern
Kokerei Schwelgern

Wasser hatte auch bei der Entstehung und dem wirtschaftlich rasanten Aufstieg der Stadt eine große Bedeutung. Schon zur Zeit der Industrialisierung waren Rhein und Ruhr in der Montanregion wichtige Handelswege. Noch heute spielt die Wasserlage eine zentrale Rolle, denn Duisburg zählt weltweit zu den Spitzenstandorten im Stahlbereich. ThyssenKrupp Steel, Hüttenwerke Krupp Mannesmann und Arcelor Mittal Steel sind die drei Unternehmen, die die Stadt zum Zentrum der deutschen Stahlproduktion machen. Nach den Produktionsziffern liegt Duisburg mit gut 16 Mio. Tonnen Roheisen und 17 Mio. Tonnen Rohstahl im Jahr (2005) europaweit an der Spitze. 

Binnenhafen und Logistik

Duisport
Duisport

Die Logistiksparte hat ihren Siegeszug vor allem dem Duisburger Hafen zu verdanken. Der größte Binnenhafen Europas mit seinen 22 Hafenbecken und 17 Umschlagufern mit Gleisanschluss ist die Drehscheibe für Güter aller Art, die auf dem Wasserweg, über Schienen oder die Straße verteilt werden. 30 Millionen Menschen sind allein in einem Radius von 150 Kilometern um Duisburg zu erreichen. Folgerichtig hat Duisburg im Rahmen des Strukturwandels auf die Logistik gesetzt und Areale am Wasser für Logistiker reserviert. So ist auf der linken Rheinseite, auf der 265 Hektar großen Fläche eines früheren Hüttenwerkes, das Logistikzentrum Logport entstanden. Laut Erich Staake, Vorstandssprecher der Duisburger Hafen AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Logport Logistic-Center Duisburg GmbH, sind hier bereits rund 2.500 Arbeitsplätze entstanden. 85 Prozent des Geländes sind bereits vermarktet und über 50 Prozent in Betrieb (Stand: 2007). Hier haben sich Global Player der Logistikbranche wie die schweizerische Kühne + Nagel-Gruppe, Wincanton aus Großbritannien, NYK Logistics aus Japan, Gökbora aus der Türkei, die deutsche Rhenus-Gruppe sowie eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen angesiedelt. Rechtsrheinisch wird derzeit die „kleine Schwester" realisiert, Logport II, ebenfalls auf zuvor industriell genutztem Boden.

Bildung und Wissenschaft

Mit der Gründung der Gesamthochschule Duisburg im Jahr 1972, mittlerweile bundesweit bekannt unter dem Namen „Universität Duisburg-Essen“, hat die Stadt auch als Wissenschafts- und Hightech-Standort an Profil gewonnen. Mit über 30.000 Studenten zählt die 2003 fusionierte Universität heute zu den zehn größten in Deutschland. Ihre vier Profilschwerpunkte lauten: Nanowissenschaften; Genetische Medizin und Medizinische Biotechnologie; Urbane Systeme, Logistik und Verkehr sowie Empirische Bildungsforschung.