Messen & Veranstaltungen
4. Verkehrsfachtagung
Mobilität in der Metropole Ruhr
Die Metropole Ruhr ist mit 5,2 Mio. Einwohnern einer der größten Ballungsräume in Europa. Steigendes Verkehrsaufkommen, enge Finanzspielräume in den
öffentlichen Haushalten, der demografische Wandel und nicht zuletzt Anliegen der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes stellen neue Anforderungen an die Verkehrsträger und die Infrastrukturen.
Die Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr versteht sich als regionale Plattform, auf der relevante Fragestellungen zur verkehrlichen Situation der Region thematisiert, konkrete Lösungsansätze aufgezeigt und gemeinsam Prioritäten diskutiert und festgelegt werden.
Die Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr wird gemeinsam vom Initiativkreis Ruhr, den Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet sowie der Wirtschaftsförderung metropoleruhr veranstaltet. Die Veranstaltung richtet sich an Entscheidungsträger aus verkehrsrelevanten Politikfeldern und Unternehmen.
Die 4. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr fand am 1.12.2011 in der Gastronomie im Stadtpark in Bochum statt.
Die Ergebnisse im Überblick:
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Impressionen der 4. Verkehrsfachtagung
Programm 2011
Vormittag
Auch 2011 ist es gelungen, namhafte Persönlichkeiten für interessante Vorträge zu gewinnen:
10:00 – 12:00 Uhr: Vorträge
Begrüßung
• Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, Hauptgeschäftsführer, Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Münster
• Erich Staake, Co-Moderator Initiativkreis Ruhr und Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen AG, Essen
• Blick des Landes NRW
Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
• Impulsvortrag "Mobilitätstrends"
Thomas Westphal, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, Mülheim an der Ruhr
• Mobilitätsanforderungen aus der Sicht der Wirtschaft
Moderierte Diskussion mit hochkarätigen Vertretern aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen:
• Gerard Graf, Geschäftsführender Gesellschafter, Graf-Transporte Internationale
Spedition GmbH, Bochum
• Dr. Kerstin van Kerkom, Chief Operating Officer, MGL METRO GROUP Logistics GmbH
• Jens Klupiec, Manager Supply Chain, Adam Opel AG, Bochum
• Gerd Peters, Inhaber, Elektro Hans Peters, Essen
• Ralf Spangenberger, Head of Logistics Services, Evonik Services GmbH, Marl
• Michael Viefers, Vorstandsmitglied, Rhenus Logistics AG & Co.KG, Holzwickede
• Harald Wöhlbier, IKEA Distribution Services GmbH, Dortmund
Moderation: Beate Kowollik, wdr
MITTAGSPAUSE
12:00 bis 13:30 Uhr
Während der Mittagspause können auf dem Vorplatz Elektro-Autos sowie Elektro-Fahrräder Probe gefahren werden. Darüber hinaus steht ein Wasserstoffbus zur Besichtigung bereit.
13:30 bis 15:30 Uhr: Foren
Forum 1: Smart Mobility
Forum 2: Optimierung städtischer Wirtschaftsverkehre
Forum 3: Bürgerbeteiligung bei Großprojekten
Forum 4: Fahrradschnellwege
FORUM 1: SMART MOBILITY
Durch steigenden Ressourcenkosten, Staus und Parkplatzprobleme ändert sich das Mobilitätsverhalten – so hat es zumindest für junge Leute an Bedeutung verloren, ein eigenes Auto zu besitzen. Mobilität soll heute in der Nutzung einfach und bequem, flexibel, bezahlbar und ökologisch nachhaltig sein.
Auf diese neuen Anforderungen stellen sich die Verkehrsgesellschaften ein. Im Mittelpunkt der kundenorientierten Mobilitätsangebote stehen zunehmend lückenlose und flexibel zu nutzende Anschlüsse über die verschiedenen Verkehrsträger hinweg. Volle Mobilität garantiert im Idealfall eine elektronische Karte.
Darüber hinaus ist Verkehr im hohen Maße klimaschutzrelevant. Optimierte Verkehrsführung, gezielte Verkehrsverlagerungen und neue Antriebsformen können erheblich zur CO2-Minderung beitragen.
Im Forum „Smart Mobility“ werden aktuelle Ansätze aufgezeigt, wie Mobilität ökologisch verträglich, flexibel und kundenorientiert organisiert werden kann und welche Herausforderungen damit verbunden sind.
IMPULSVORTRÄGE
• Mobilität von Haustür zu Haustür
Christoph Djazirian, Leiter Strategie Personenverkehr, DB Mobility Logistics AG, Frankfurt
• Chancen und Herausforderungen durch die Organisation dynamischer Entwicklung von öffentlicher Mobilität
Michael Zyweck, Projektleiter, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Gelsenkirchen
• Mobilität für die Stadt der Zukunft – InnovationCity Ruhr
Hendrik Ammoser, Technischer Berater, TÜV Rheinland InterTraffic GmbH, Köln
Moderation: Lars Wagner, Verband deutscher Verkehrsunternehmen, Berlin
FORUM 2: OPTIMIERUNG STÄDTISCHER WIRTSCHAFTSVERKEHRE
Die Diskussionen um Strategien zur Optimierung von Verkehrsströmen in Städten sind nicht neu. Die Anforderungen an die urbane Versorgung nehmen jedoch stetig zu: Kunden möchten in unmittelbarer Nähe frische Lebensmittel kaufen können und weitere Einkaufsmöglichkeiten haben. Hinzu kommen verschiedenste per Internet oder Handy bestellte Produkte, die zeitnah – am besten schon am nächsten Tag – ausgeliefert werden sollen.
Durch diesen Trend reduzieren sich die Bestellmengen je Anlieferung und erhöht sich zugleich die Anzahl der Anlieferungen. In der Folge steigt der innerstädtische Lieferverkehr weiter an mit erheblichen Folgen für eine weitere Verkehrsverdichtung sowie einen Anstieg der CO2- und Lärmemissionen. Ökonomisch und ökologisch besteht also Handlungsbedarf.
In dem Forum werden neue Konzepte zur Bündelung von Warenströmen unter Einsatz neuer technischer Möglichkeiten ebenso vorgestellt wie die Chancen aber auch Begrenzungen von Elektroantrieben im professionellen Lieferverkehr.
IMPULSVORTRÄGE
• Neue Urbane Logistik – Ein Überblick aus dem EffizienzCluster LogistikRuhr
Christiane Auffermann, Projektleiterin, Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik, Dortmund
• Leises Summen statt lautes Brummen – Der Elektro-Antriebe im Lkw
Rolf Meyer, Geschäftsführender Gesellschafter, Meyer & Meyer Holding GmbH & Co. KG, Osnabrück
• Urbanisierung und Megastädte - City Logistics als Lösung
Jörg Hanser, Project Director, DHL Solutions & Innovations, Bonn
Moderation: Thilo Jörgl, stellv. Chefredakteur, Logistik heute, München
FORUM 3: BÜRGERBETEILIGUNG BEI GROSSPROJEKTEN
Der Umgang mit dem Bau des Stuttgarter Hauptbahnhofs hat es gezeigt: Bürger stellen heute weitaus häufiger als früher Infrastrukturprojekte in Frage. Dabei werden nicht immer nur die juristischen Möglichkeiten zum Widerspruch oder zur Überprüfung von planungsrechtlichen Vorhaben ausgenutzt. Spätestens seit Stuttgart 21 sind vehementer Widerstand und öffentlichkeitswirksamer Protest in der Mitte der Gesellschaft ankommen.
So verständlich die Haltung im Einzelnen auch sein mag, Bau und Betrieb der Infrastruktur werden damit für den Investor zum wirtschaftlich unkalkulierbaren Risiko. Neue Großvorhaben und Verkehrsinfrastrukturen sind jedoch in vielen Fällen notwendig, um veränderten Anforderungen an Standorte und Verkehrsleistungen gerecht zu werden. Politik und Verwaltung entscheiden maßgeblich mit darüber wie transparent, gesellschaftlich akzeptiert und bürgerorientiert Investitionsentscheidungen umgesetzt werden.
Im Forum „Bürgerbeteiligung bei Großprojekten“ werden zunächst die Strategien der Landesregierung Nordrhein-Westfalens vorgestellt. Im Anschluss wird anhand von Beispielen guter Praxis aufgezeigt wie Bevölkerungs- und Akteursgruppen bereits frühzeitig in den Planungsprozess von Verkehrsinfrastrukturprojekten eingebunden werden können.
IMPULSVORTRÄGE
• Strategien und Überlegungen des Landes Nordrhein-Westfalen
Karl-Uwe Bütof, Abteilungsleiter, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
• Best Practice: Mainzelbahn
Uwe Hiltmann, Leiter Strategie und Planung, Mainzer Verkehrsgesellschaft, Mainz
• Zwischen Wutbürgern und Mutbürgern: Regionale Dialogprozesse bei Infrastrukturvorhaben
Jochen Tscheulin, Geschäftsführender Gesellschafter, IFOK GmbH, Bensheim
Moderation: Joachim Brendel, Geschäftsführer, Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Münster
FORUM 4: FAHRRADSCHNELLWEGE
Im Verkehrsträgermix gewinnt das Fahrrad zunehmend an Bedeutung. Überfüllte Straßen und Staus, aber auch Verspätungen im ÖPNV sind gute Gründe, das Fahrrad im täglichen Pendlerverkehr zur Arbeit zu nutzen - sei es in der klassischen Variante oder als Pedelec bzw. E-Bike mit elektronischer Unterstützung.
Dabei sind die Verkehrsinfrastrukturen bislang nicht auf den Fahrradpendelverkehr ausgerichtet. Schmale Straßen, parkende Autos oder Lücken in der Radwegeführung erschweren eine schnelle, unkomplizierte und sichere Anfahrt zur Arbeit. Breite, beleuchtete, kreuzungsfreie Radschnellwege mit „Autobahnstandard“ sind eine zentrale Voraussetzung, um das Fahrrad als echte Alternative im Pendlerverkehr zu etablieren.
Die Metropole Ruhr als polyzentrischer Raum bietet sich für einen Radschnellweg zwischen den Kernstädten geradezu an. Im Forum „Radschnellwege“ werden zunächst die Chancen und Herausforderungen für eine solche regionale Trasse dargestellt. Andere Regionen, die schon einen Schritt weiter sind, berichten zudem über ihre Erfahrungen in der Planung und Umsetzung von Radschnellwegen.
IMPULSVORTRÄGE
• Machbarkeitsstudie „Rad-Schnellweg Ruhr“
Martin Tönnes, Bereichsleiter Planung, Regionalverband Ruhr, Essen
• Radschnellweg - Ein Projekt der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg
Dr. Solveigh Janssen, Projektkoordinatorin, Region Hannover
• Fahrradschnellwege in den Niederlanden
Willem Goedhart, associate partner, Transaction Management Center, Den Haag
Moderation: Ralf Kaulen, Stadt- & Verkehrsplanungsbüro Kaulen, Aachen
































