Kompetenzfelder


Querschnittstechnologien

Schlüssel zur Zukunft

Kratzer im Autolack verschließen sich von selbst, Tapeten werden feuerfest, Rotwein perlt von Oberhemden ab und schwere Krankheiten werden schneller diagnostiziert und therapiert – all dies wird zurzeit erforscht, dank Nanotechnologie, eine Schlüsseltechnologien der Zukunft.

Noch schauen wir in diesen neuen Technologien in vielerlei Hinsicht nur durchs Schlüsselloch in die Zukunft, erahnen, was möglich sein wird. Aber wir wissen schon jetzt: Diese neuen Technologien, die industriell verwertbare technische Fähigkeiten und Möglichkeiten beinhalten, werden große Innovationsschübe auslösen. Zum Teil ist dieser Prozess auch schon im Gange.

Was aber sind Schlüsseltechnologien genau? Sie reichen über die Grenzen einzelner Wirtschaftsbranchen und Praxisbereiche hinaus. Und sie haben das Potenzial, langfristig und tief greifend die Wirtschaftsstrukturen, das Sozialleben und die Umwelt zu verändern. Aus der Vergangenheit fallen der Einsatz der Dampfkraft oder der Elektrizität in diese Kategorie. Ein jüngeres Beispiel ist die Informations- und Kommunikationstechnologie. Ihre Entwicklung in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat die Wirtschaft entscheidend beeinflusst und prägt sie auch heute noch maßgeblich.

Nano,- Mikrosystem- und Werkstofftechnologie sind Querschnittstechnologien und zählen zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Fortschritte in diesen Bereichen befruchten naturgemäß auch jene Branchen, in denen sie eingesetzt werden. Sie dienen als Motor und Sprungbrett zugleich für die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in Anwenderbranchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energietechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik, dem Automobilbau, der Logistik, der Chemie oder dem Gesundheitswesen.
Foto: Produktionsprozess
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In all diesen Feldern weist die Metropole Ruhr sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch bei den Unternehmen eine hohe Kompetenz auf. Dabei sind die Nano-, Mikrosystem- und Werkstofftechnologie mit den weiteren Kompetenzfeldern der Region eng verzahnt – und genau diese Verzahnung trägt zum Ruf der Metropole Ruhr als Technologiestandort bei.

 

Landkarte zur Forschung - Informationen auf einen Klick

Wer erforscht neuartige Legierungen oder Nanomaterialien? Wer entwickelt innovative Keramiken oder Verbundwerkstoffe? Und wo kann man Kunststofftechnik studieren oder ein Weiterbildungsseminar zum Thema Beschichtung besuchen? Um die Forschungs- und Bildungslandschaft im Bereich der Werkstofftechnologien transparenter zu machen, startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die interaktive Kompetenzkarte Werkstofftechnologien. Mit dieser speziellen Online-Landkarte wird zum einen die Vernetzung von Akteuren in der Werkstoffforschung erleichtert. Zum anderen werden Hochschul- und Weiterbildungsangebote der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik übersichtlich vorgestellt und für Interessierte besser zugänglich gemacht. Die Seite ist damit sowohl für Forschungseinrichtungen und Unternehmen als auch für Institutionen interessant, die Studiengänge oder Weiterbildungsveranstaltungen in diesem Fachgebiet anbieten. Sie alle haben die Möglichkeit, sich auf der Seite zu registrieren und ein Profil anzulegen.

Die registrierten Institutionen und Unternehmen werden dann auf einer interaktiven Deutschlandkarte präsentiert. Per Mausklick können Profile, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten der jeweiligen Einrichtungen abgerufen werden. Bisher haben sich schon mehr als 200 Einrichtungen registriert. Durch neue Einträge und Aktualisierungen soll die Karte noch aussagekräftiger werden und kontinuierlich wachsen. Die Kompetenzkarte Werkstofftechnologien ist zu finden unter www.werkstofftechnologien.de

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung


 
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