Bäckerei und Konditorei Bolten GmbH: Neue Wärmerückgewinnung senkt Energieverbrauch

Mit der Wärmerückgewinnung kann heute die direkt an den Backprozess gekoppelte Bedarfsmenge an Warmwasser für Spülmaschine, Teigwasserbereitung und Sozialverbrauch gedeckt werden. Dazu wird die nötige Wärmemenge über einen Gas-Heizkessel der Heizungsanlage zur Verfügung gestellt.

Vor der Konzeption der Anlage stand eine genaue Datenerhebung von Produktionsmengen und Backzeiten, um die nötigen Energiemengen für den Back- sowie den vorgeschalteten Kälteprozess und die anfallende Abwärme aus den Produktionsöfen sowie den Kältemaschinen zu ermitteln.

Die Anlage umfasst drei Frischwassermodule. Da die Kältekompressoren die geringste Rückgewinnungsrate (101 kWh) erreichen, wird die dadurch zurückgewonnene Energie heute genutzt, um das Stadtwasser von etwa 12°C auf durchschnittlich 24°C aufzuwärmen. Im nächsten Frischwassermodul wird das vorgewärmte Wasser mit Hilfe der Backschwadenenergie (244 kWh) von 24°C auf 53°C aufgeheizt. Das dritte und letzte Frischwassermodul heizt das 53°C warme Wasser auf die benötigten 65°C auf.

Hierbei wird die gewonnene Energie (232 kWh) aus dem Backrauchgas der Öfen lediglich zum Teil (101 KWh) für die Resterwärmung genutzt. Die überschüssige Energie (131 kWh) wird in den Heizungskreislauf der Produktion sowie der Sozial- und Büroräume eingespeist und trägt zur Abdeckung des Heizbedarfs bei. Reicht die zurückgewonnene Energie nicht aus, um den vollständigen Wärmebedarf des Betriebes abzudecken, schaltet sich automatisch der vorhandene Heizkessel ein.

Darüber hinaus realisierte Bolten mit der neuen Verbundkühltechnik, den neue Öfen und der neuen Spülmaschine eine Energieeinsparung von mehr als 20 Prozent.

Ort: Duisburg

Beteiligte Unternehmen



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