Gesundheitsstandort Bochum punktet in Südkorea mit Innovationen

Die Innovationsstrategie der südkoreanischen Regierung hat die Gesundheitswirtschaft im Fokus. Vor dem Hintergrund des im Vergleich zu Deutschland schon länger anhaltenden demografischen und technologischen Wandels in Südkorea wächst die Life-Science-Industrie in Südkorea permanent. Auf einer viertägigen Business-Tour durch Südkorea konnte Bochum als Standort einer wachsenden Gesundheitswirtschaft punkten. Ziel der Reise war es, den Gesundheitscampus in Bochum sowie Bochumer Branchenvertreter vorzustellen und die Koreaner für Partnerschaften mit Bochumer Firmen und für ein Engagement in der Metropole Ruhr zu gewinnen.

Mit dabei waren die Bochumer Unternehmen AirMedPlus, Stapleline, Physec sowie das in Gründung befindliche 3D-Bioprinting-Unternehmen Nydus One der Ruhr-Universität Bochum. Die Teilnehmer hatten während der Wirtschaftsreise auch die Gelegenheit, sich im Rahmen der Kampagne „Germany at its best: Nordrhein-Westfalen“ zum Thema „Gesundheitswirtschaft/Medizintechnik am Standort Bochum“ einem koreanischen Fachpublikum von rund 200 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu präsentieren. Zudem konnten sie direkte Anknüpfungspunkte für bilaterale Kooperationen für die koreanische Wirtschaft aufzeigen. Des Weiteren wurden in der von der NRW.INVEST GmbH organisierten Veranstaltung südkoreanische Unternehmen über den Wirtschaftsstandort NRW und über die Metropole Ruhr mit dem Hotspot der Gesundheitswirtschaft in Bochum informiert. Es gab intensive bilaterale Gespräche zwischen der Bochumer Delegation und südkoreanischen Medizin- und Biotechnologieunternehmen im Technologiepark Chungbuk, einem der renommiertesten Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft in Südkorea.

Zahlen Daten Fakten

Die Gesundheitswirtschaft in Südkorea hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem sehr vielversprechenden Markt durch den steigenden Wohlstand und die Herausforderungen des demographischen Wandels entwickelt. Der koreanische Markt für Medizintechnik ist innerhalb eines Jahres (2013-2014) um 7,4% gewachsen. Das gesamte Marktvolumen belief sich 2014 auf 3,6 Mrd. Euro und wird bis 2019 auf 6,25 Mrd. Euro anwachsen. Deutschland war 2014 mit einem Importanteil von 17% zweitwichtigster Handelspartner in der Medizintechnik nach den USA (44%). Der Sektor wird auch in den kommenden Jahren gute Absatzchancen für Produkte "made in Germany" bieten: Grundlage sind eine rasch alternde und kaufkräftige Bevölkerung, steigende Anforderungen an die medizinische Versorgung und ein intensiver Wettbewerb der privaten Krankenhäuser um zahlungskräftige Patienten.

Der Leitmarkt Gesundheit ist in der Metropole Ruhr im Jahr 2016 auf 321.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte angewachsen (+3,4%). Damit hat er die Rolle als beschäftigungspolitisch bedeutsamster Leitmarkt in der Region übernommen. Mit einem Anteil von rund 19,2% an der Gesamtbeschäftigung liegt die Gesundheitswirtschaft mittlerweile vor dem Industriellen Kern (19,1%). So konnten beispielsweise rund 400 Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der Medizintechnik aufgebaut werden (+11,3%). Die Unternehmensumsätze sind um rund 4,3% gewachsen.

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Frank Speer
Projektmanager
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