Allgemeine Geschäftsbedingungen der Business Metropole Ruhr GmbH für den Verkauf von Eintrittskarten

1. Einleitung
Die Business Metropole Ruhr GmbH (nachfolgend „Veranstalter“ genannt) verkauft Eintrittskarten (nachfolgend „Tickets“ genannt) für von ihr organisierte Veranstaltungen an Kunden über das Internet. Durch den Erwerb des Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch der Veranstaltung ausschließlich zwischen dem Käufer des Tickets und dem Veranstalter zustande. Die technische Abwicklung des Verkaufs erfolgt über die die „Doo-Plattform“ der doo GmbH, St.-Martin-Straße 58-68, 81541 München, Deutschland.

2. Bestellvorgang
Der Veranstalter bietet die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen an. Der Kunde kann auf „bestellen“/“kaufen“ klicken. Der Veranstalter prüft daraufhin, ob noch Kontingente frei sind. Sollte dies der Fall sein, wird dem Kunden eine Bestellbestätigungs- und Rechnungs-E-Mail geschickt.

3. Vertragsschluss und Ticketnutzung
Der Kunde gibt durch Aufgabe der Bestellung (durch Klick auf den Button „bestellen“/“kaufen“) ein Angebot zum Kauf eines Tickets ab, das zu der Teilnahme an der jeweiligen Veranstaltung berechtigt. Die Zusendung der Bestellbestätigungs- und Rechnungs-E-Mail durch die Doo GmbH bestätigt die Ticket-Bestellung des Kunden ausdrücklich und stellt eine Annahme dar, wodurch zwischen dem Kunden und dem Veranstalter ein Vertrag zustande kommt.
Die Bestellung ist daher nach Erhalt der Bestätigung bindend und verpflichtet zur Abnahme und Bezahlung des Tickets.
Der Kunde ist verpflichtet, bei der Einlasskontrolle zu der Veranstaltung das erworbene Ticket auf Verlangen vorzuzeigen und sich ggf. durch ein gültiges Ausweisdokument auszuweisen.
Der Veranstalter ist jedoch nicht verpflichtet, im Einzelfall bei der Einlasskontrolle die Vorlage eines Tickets zu verlangen. Bei personalisierten Tickets besteht keine Pflicht des Veranstalters, die Berechtigung des Ticketinhabers zu überprüfen. Der Veranstalter wird auch dann gegenüber seinem Vertragspartner von der Leistungspflicht frei, wenn sich eine andere Person unter Vorlage des Tickets Zugang zu der Veranstaltung verschafft. Pro Ticket ist nur ein Kunde zum Besuch der Veranstaltung berechtigt.

4. Fälligkeit und Zahlung
Die angezeigten Ticketpreise verstehen sich als Endpreise inklusive Mehrwertsteuer. Die Endpreise enthalten ebenfalls eventuelle Vorverkaufs-, Lizenz- oder Schutzgebühren und Abgaben an den Veranstalter.

Der in der Bestellbestätigungs- und Rechnungs-Email ausgerufene Endpreis ist nach Zugang der Bestellbestätigung sofort zur Zahlung fällig.

Die Zahlung des Ticketpreises durch den Kunden kann getätigt werden durch SEPA-Lastschriftverfahren, per Kreditkarte (Visa, MasterCard, American Express, Diners oder Discover), giropay und/oder durch Vorkasse per Überweisung. Die doo GmbH führt den Einzug von Zahlungen der Kunden im Namen und auf Rechnung des Veranstalters durch.

Das Ticket berechtigt erst mit vollständiger Zahlung zum Betreten oder der Teilnahme an  der jeweiligen Veranstaltung. Solange der fällige Betrag nicht bezahlt ist, gilt der mit dem Ticket verbundene Platz als lediglich „reserviert“.

Sollte zum Zeitpunkt des Veranstaltungsbeginns ein Zahlungseingang für das Ticket nicht vorliegen und die Zahlungsbestätigung daher noch offen sein, ist der Veranstalter berechtigt, dem Kunden den Zugang zu der Veranstaltung zu verweigern. Gleichwohl bleibt der Käufer zur Zahlung des Tickets verpflichtet.


5. Gewerbliches Weiterveräußerungsverbot
Handelt der Käufer beim Ticketkauf gewerblich, ist jeglicher gewerblicher und/oder kommerzieller Weiterverkauf der erworbenen Tickets ohne Einholung einer vorherigen Zustimmung durch das Unternehmen verboten.

6. Widerruf- und Rückgaberechte
Ein Rückgaberecht für gekaufte Tickets ist ausgeschlossen, soweit nicht folgende Ausnahmen vorliegen:

-    Ein Rückgaberecht besteht, wenn der Grund für die Rückgabe auf einer Pflichtverletzung des Unternehmens beruht.
-    Ein Rückgaberecht besteht auch bei Ausfall oder Verlegung der geplanten Veranstaltung.
Gemäß § 312g Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 BGB ist das Widerrufsrecht von Verbrauchern für Tickets für Veranstaltungen, die einen spezifischen Termin oder Zeitraum betreffen, ausgeschlossen.

7. Fehler bei Bestellungen
Der Kunde verpflichtet sich, das zugesandte Ticket umgehend darauf zu überprüfen, ob etwaige Abweichungen zur Bestellung vorliegen und diese dem Veranstalter per E-Mail oder schriftlich mitzuteilen. Der Kunde wird bei Vorliegen der Voraussetzungen ein korrigiertes Ticket erhalten.

8. Absage von Veranstaltungen
Der Veranstalter hält sich vor, Veranstaltungen abzusagen, wenn ihm die Durchführung unmöglich wird oder wirtschaftlich unzumutbar sein sollte, beispielsweise wegen zu weniger Teilnehmer oder sonstiger Umständen hinsichtlich des Veranstaltungsortes oder der Veranstaltungsdurchführung, auf die der Veranstalter keinen Einfluss hat. Sollte eine Veranstaltung nicht durchgeführt werden können, verpflichtet sich der Veranstalter, den Kunden, soweit ihm dies möglich ist (etwa durch hinterlegte Kontaktdaten), hierüber unverzüglich zu informieren und ihm gegen Vorlage des Tickets bzw. Übersendung des Tickets auf eigene Rechnung an den Veranstalter den entrichteten Eintrittspreis unverzüglich zu erstatten.

9. Verlust / Beschädigung der Eintrittskarte
Dem Kunden abhanden gekommene oder zerstörte Tickets werden nicht ersetzt oder zurückerstattet, soweit das Ticket unbenannt ist.

Bei Verlust eines personalisierten Tickets kann gegen eine Bearbeitungsgebühr von [€] dem Käufer durch ausreichenden Legitimationsnachweis eine neues Ticket ausgestellt werden.

10. Haftung und Gewährleistung
Dem Kunden stehen die Rechte und Ansprüche nach dem gesetzlichen Mängelhaftungsrecht zu. Wenn der Kunde Verbraucher gem. § 13 BGB ist, verjähren Mängelhaftungsansprüche innerhalb von zwei Jahren ab Lieferung, ausgenommen von Schadensersatzansprüchen, für die weiterhin die gesetzlichen Verjährungsfristen gelten. Gegenüber Unternehmern gem. § 14 BGB gilt hinsichtlich der Mängelhaftungsansprüche eine Verjährungsfrist von einem Jahr ab Lieferung.
Der Veranstalter haftet für entstehende Schäden lediglich, soweit diese auf einer Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht oder auf einem vorsätzlichen oder grob fährlässigen Verhalten durch die den Veranstalter, seinen gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen beruht. Wird eine wesentliche Vertragspflicht leicht fahrlässig verletzt, so ist die Haftung auf den vorhersehbaren vertragstypischen Schaden begrenzt. Eine wesentliche Vertragspflicht ist bei Verpflichtungen gegeben, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst möglich macht oder auf deren Einhaltung der Kunde vertraut hat und vertrauen durfte.

Eine darüber hinausgehende Haftung auf Schadensersatz ist ausgeschlossen. Die Haftung wegen schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit nach den gesetzlichen Bestimmungen bleibt unberührt. Dies gilt auch für die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.

11. Aufrechnungsverbot
Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder von dem Veranstalter unbestritten sind.

12. Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Regelungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Regelungen nicht berührt.
Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des § 1 HGB oder eine juristische Personen des öffentlichen Rechts, so ist ausschließlicher (auch internationaler) Gerichtsstand für alle sich aus dem Vertragsverhältnis unmittelbar oder mittelbar ergebenen Streitigkeiten der Sitz des Veranstalters. Dies gilt im Falle von grenzüberschreitenden Verträgen auch für Nichtkaufleute.
Erfüllungsort ist der Sitz des Veranstalters.